Sex
Geändert am: 04. Oktober 2014

Kaffeetrinker haben mehr Sex

Written by menscore Published in Sex
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Sexy Frau verführt Mann mit einer Tasse Kaffee © konradbak - Fotolia.com

Vielleicht trinken Sie ein Tässchen mit Ihrer Liebsten. Denn Kaffee aktiviert das Sexleben. Er bringt den Power-Schub, hemmt Krebs und schützt vor Karies. Das schwarze Gebräu ist gesund. Aber aufgepasst: es birgt auch Risiken. Über Nutzen und Nebenwirkungen einer Koffein-Kur lesen Sie hier.

Sex ohne Ende

Regelmäßige Kaffee-Trinker fühlen sich sexuell doppelt so aktiv wie andere, die keinen oder nur selten Kaffee trinken. Das fand eine US-Forschergruppe von der Universität von Michigan heraus, die 744 Paare beobachtet hatte. Die überzeugten Liebhaber des aromatischen Getränks berichteten auch deutlich seltener von Erektionsproblemen als die Kaffee meidenden Testteilnehmer.

Mehr Leistung

Kaffee steigert die Leistungsfähigkeit, und die Muskeln ermüden nicht so rasch. Denn das Koffein ist ein Gegenspieler des körpereigenen Adenosin. Diese Substanz hemmt die Energieproduktion der Zelle. Ist das Adenosin ausgeschaltet, verbessert sich die Energiezufuhr, der Körper verbrennt Fett schneller zu Energie. Das fand Marc Parmentier von der Freien Universität Brüssel heraus. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen steigert Koffein außerdem den Grundumsatz und die Körpertemperatur. Außerdem schlägt das Herz schneller, die Atmung wird beschleunigt. Folge: Koffein steht auf der Doping-Liste.

Gut drauf

„Koffein, der wichtigste Wirkstoff der Bohne, beeinflusst unser Gefäß- und Nervensystem, verbessert die Gehirndurchblutung und führt zu schnellerem Denken und höherer Aufmerksamkeit“, sagt Franca Mangiameli, Ernährungswissenschaftlerin aus Hamburg. So geht die Arbeit leichter von der Hand. Koffein verdrängt auch Adenosin. Diese körpereigene Substanz gilt als Produzent von „schlechter Laune“. So hellt sich die Stimmung auf und leichte Depressionen schwinden.

Krebs-Bremse

Wenn man ersten Studienergebnissen glauben kann, verhindert Kaffee (auch löslicher!) Krebs im Anfangsstadium. Im Tierversuch wurden Tumore unter Kaffee-Einfluss kleiner.

Täglich vier Tassen senken beim Menschen das Dickdarmkrebs-Risiko um 24 Prozent, fanden US-Wissenschaftler der Harvard School of Public Health in Boston heraus. Die Forscher vermuten, dass im Kaffee vorkommende Substanzen die Erneuerung der Dickdarmschleimhaut beschleunigen, so dass die Zellen nicht so lange dem Einfluss von Krebs erregenden Stoffen im Darm ausgesetzt sind. Außerdem scheint Kaffee Stoffe zu enthalten, die Zellen vor ungehemmter Teilung schützen.

Weniger Asthma

Koffein erweitert die Bronchien. Ein halber Liter starker, frisch gebrühter Kaffee, verbessert die Atmung für sechs Stunden. Es wird vermutet, dass der Inhaltsstoff Chlorogensäure das Enzym 5-Riboxygenase hemmt und so das Immunsystem vor übertriebenen Reaktionen wie bei Asthma und Heuschnupfen bewahrt. Diese kurzfristige Wirkung ist gut belegt. Nun untersuchen Wissenschaftler die Langzeiteffekte und die Wechselwirkungen zwischen Kaffee und Asthma-Medikamenten.

Schutz vor Karies

Auch den Zähnen kommt das aromatische Getränk zugute: Kaffee (auch entkoffeinierter) enthält den Wirkstoff Tannin. Der verhindert, dass sich bakterieller Zahnbelag bildet, der zu Löchern führt. „Lassen Sie bei dieser ,Mundspülung‘ aber den Zucker weg“, empfiehlt die Hamburger Ernährungsexpertin Mangiameli.

Keine Gallensteine

Männer, die regelmäßig zwei bis drei Tassen Kaffee trinken, haben ein um 40 Prozent geringeres Risiko, Gallensteine zu bekommen. Tee und entkoffeinierter Kaffee haben diesen Effekt nicht. Das ergab eine US-Studie der Harvard School of Public Health mit 46 000 Männern. Vermutliche Ursache: Einige Inhaltsstoffe des Kaffees stimulieren die Gallenblase, sich häufiger zu entleeren.


Kaffee kann auch schaden

Zu viel Kaffeegenuss kann aber auch schädlich für die Gesundheit sein. Vor allem dann, wenn Sie ohnehin schon nervös sind. Zu den Risiken und Nebenwirkungen von Kaffee zählen unter anderem Unfruchtbarkeit,  Schlafstörungen, Steigerung des Blutdrucks und des Schlaganfallrisikos, außerdem Blutarmut und Osteoporose.

Entscheidungsschwäche

Kaffee kann Ihre Planungs-, Führungs- und Entscheidungsfähigkeiten beeinträchtigen. 22 Manager mit hohem Kaffeekonsum (vier bis zehn Tassen am Tag) wurden in einer US-Studie der Pennsylvania State University aufgefordert, an einem Tag ihre normale Koffeinration und am Folgetag eine erhöhte Menge zu trinken. Währenddessen analysierten Psychologen ihre Arbeitsqualität.

Das Ergebnis: In der Mega-Kaffee-Zeit waren die Männer weniger entscheidungsfähig. Vor allem fiel es ihnen schwerer, Informationen, die sie früher erhalten hatten, bei ihren aktuellen Entscheidungsprozessen einzubeziehen.

Magengeschwür

Die Röststoffe im Kaffee reizen den Magen, mehr Säure auszuschütten. Das kann zu Magendrücken führen und Magengeschwüren Vorschub leisten. Auch bestehendes Sodbrennen wird verstärkt. Das wiederum ist ein Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs.

Unfruchtbarkeit

Wenn Sie Papa werden wollen, sollten Sie – vor allem, wenn Ihre Versuche bisher nicht gefruchtet haben – den Kaffeekonsum rationieren. Nicht Ihren, sondern den Ihrer Partnerin. Kaffee untergräbt nämlich ihre Fruchtbarkeit. Eine Studie mit über tausend Frauen, deren Ergebnisse im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurden, ergab leichte Einbußen der Fertilität. Eine zweite Studie des US-Instituts für Umweltmedizin kommt zu gravierenderen Ergebnissen. Danach senken mehr als zwei Tassen Kaffee pro Tag die Empfängnisfähigkeit auf die Hälfte (verglichen mit weniger als einer Tasse).

Nervosität

Die Koffeinzufuhr erhöht den Blutspiegel der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Das macht wach und munter, versetzt den Betreffenden in ein erhöhtes Aufmerksamkeits- und Aktivitätsniveau und regt an – zum Beispiel auch sexuell. Doch irgendwann kippt die Wirkung. Denn erheblich mehr, als man sonst trinkt, kann zu übermäßiger Erregung (nicht sexueller!) mit Nervosität, Schwitzen und Depressionen führen (und einer erotischen Stimmung ist das nicht sehr zuträglich). Wenn dann noch äußerer Stress hinzu kommt, verstärkt sich der Effekt. Die Nervosität steigt, und das Handeln wird unkoordiniert.


Eisenmangel

Das Getränk stört die Aufnahme von Eisen aus dem Darm. Weil der menschliche Körper Eisen zur Blutbildung benötigt, kann exzessives Kaffeetrinken Blutarmut fördern.

Entzugssymptome: Übermäßiger Genuss von Kaffee führt zu ähnlichen Symptomen wie beim Drogenentzug: Kopfschmerzen, Handschweiß, Unwohlsein, Herzrasen, Angstzustände, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Depressionen.

Osteoporose

Zu viel Kaffee schwächt die Knochen und fördert so Knochenentkalkung (Osteoporose). Die Ursache liegt darin, dass die Rückgewinnung von Kalzium in der Niere nach der Koffeinaufnahme für drei Stunden gestört ist. Sie scheiden dann mehr Kalzium mit dem Urin aus. Da der Körper versucht, den Calciumgehalt im Blut konstant zu halten, holt er sich das Mineral aus der Knochensubstanz. Die ist der Hauptspeicher für Kalzium im Körper.

Bluthochdruck

Die subjektive Wahrnehmung ist wissenschaftlich bestätigt: Kaffee erhöht tatsächlich den Blutdruck. Das fanden koreanische Forscher der Yonsei-Universität in Seoul bei der Auswertung von elf Studien mit insgesamt 522 Teilnehmern heraus. Diese Blutdruckerhöhung fördert das Herz-Kreislauf- und Schlaganfall-Risiko. US-Forscher der Universität von Virginia entdeckten einen direkten Zusammenhang: Von 499 Studienteilnehmern mit Bluthochdruck erlebten jene, die drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken, im Verlauf von 25 Jahren doppelt so häufig einen Schlaganfall wie die Nicht-Kaffeetrinker.

Zappelfüße

Als Restless-Legs-Syndrom bezeichnet man Störungen des Schlafs durch unwillkürlich zuckende Füße. Untersuchungen weisen darauf hin, dass bei einigen Patienten der Stoffwechsel des Gehirn-Botenstoffs Dopamin gestört ist. Die Experten raten deshalb, den Kaffeekonsum einzuschränken, weil Koffein (neben Nikotin und Alkohol) eine Störgröße im Gehirnstoffwechsel sein kann.


 

Gewusst wie - Kaffee-Regeln

Achten Sie, je nach Ihrer körperlichen Verfassung, auf die richtige Kaffeesorte und Zubereitungsart.

  • Nervöse, Schlaflose sollten im Geschäft Arabica-Bohnen verlangen, die etwas koffeinärmer als Robusta sind. Oder Sie greifen zu entkoffeiniertem Kaffee (er enthält nur eine kleine Restmenge Koffein) oder Light-Kaffee (50 Prozent entkoffeiniert). Probieren Sie außerdem einmal Getreidekaffee.
  • Magen-, Galle- und Leberempfindliche fahren mit Schonkaffee besser, denn dem wurden Reizstoffe entzogen. Und Milch macht Kaffee ebenfalls bekömmlicher.
  • Osteoporose: Wer erblich bedingt zu Knochenentkalkung neigt, sollte schwarzen Kaffee meiden und lieber zu Café au lait oder Cappuccino greifen. Das in der Milch enthaltene Knochenmineral Kalzium entschärft den Kalzium-Räuber Kaffee.
  • Blutarme, die an Eisenmangel leiden, reduzieren besser ihren Kaffeekonsum. Er behindert die Eisenaufnahme. Ausgleich: Vitamin-C-haltiges Obst.
  • Erkältete, Sportler sollten viel Wasser zum Kaffee trinken, denn der entwässert. Durch viel Kaffee dehydrierte Sportler verlieren an Power, durch Wasserverlust trockene Schleimhäute begünstigen Erkältungen.

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