Erektion
Geändert am: 05. Juni 2014

Selbst-Check Potenz

Written by menscore Published in Erektion
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Und, steht er? Und, steht er? © Tomasz Trojanowski - Fotolia.com

Der Penis wird nicht steif genug, um eingeführt zu werden oder wird gleich wieder weich, und reagiert kaum auf Berührungen? Ja, das klingt nach einer Erektionsstörung. Aber ist es eine körperlich oder seelisch bedingte? Denn davon hängt schließlich die Behandlung ab. Ein Selbst-Check. 

 

Körper oder Geist – wo liegt das Problem?

Noch vor nicht allzu langer Zeit hielt man Potenzstörungen für nahezu ausnahmslos psychisch bedingt. Für junge Männer gilt diese Annahme weiterhin: „In der Altersgruppe bis 40 Jahre ist die Impotenz in erster Linie psychisch bedingt", sagt Professor Ulrich Wetterauer, Urologe am Uniklinikum Freiburg, verursacht etwa durch „Partnerschaftsprobleme, Unsicherheit, Versagensängste, Stress und Überforderung". Mit zunehmendem Alter überwiegt jedoch der Anteil körperlicher Ursachen (an erster Stelle steht die Arterienverkalkung), oft greifen auch beide Ursachen ineinander.

Die Psyche – wenn die Einstellung nicht stimmt

Erektionsstörungen sind besonders bei jungen Männern häufig auf seelische Ursachen wie Stress, Unsicherheit und Partnerprobleme zurückzuführen. Allerdings können auch ältere Männer, deren Impotenz körperliche Ursachen hat, unter diesem Unvermögen stark leiden, sodass sich zusätzlich zu einer körperlichen auch eine seelische Blockade gegen die Erektion ausbildet.

Der Fitness-Check: Latte vor dem Morgenkaffee

Jede Nacht führt Ihr Geschlechtsteil automatisch ein Fitnesstraining durch. Im Schlaf kommt es wiederholt zu Erektionen. Zweifeln Sie daran, können Sie folgenden Test durchführen: Wickeln Sie einen Streifen Luftpostaufkleber (ist billiger als ein so genannter Erektiometer für ca. 50 Euro) eng um den Penisansatz und kleben ihn fest: Ist dieser am nächsten Morgen gerissen, hatten Sie in der Nacht mindestens eine Erektion. Oft wachen Sie sogar damit auf.

Die Erklärung: Junge, gesunde Männer erleben im Traum (während der so genannten REM-Phase des Schlafes) etwa alle 90 Minuten sexuelle Erregung. Das führt zu spontanen Erektionen. Ist irgendwann die Harnblase gefüllt und es kommt wieder zu einer Erektion, bleibt diese erhalten, bis man aufwacht – mitten in der Nacht oder am nächsten Morgen. Das stolze Ergebnis wird Pinkelsteife, Morgen- oder Wasserlatte genannt. Denn die volle Harnblase reizt die Erektionsnerven an der Prostata und drückt dazu auf die Blutbahnen im Penis. Das Blut kann nicht mehr ungehindert aus dem erigierten Penis abfließen.

Der Test mit dem Aufkleberband bringt Ihnen folgende Erkenntnis: Ist das Papier gerissen, hatten Sie eine oder mehrere Erektionen. Und damit ist bei Ihnen organisch alles in Ordnung. Ihr Problem hat dann vermutlich psychische Ursachen.

Welche weiteren Faktoren helfen, organische Ursachen von mentalen Problemen zu unterscheiden, zeigt folgende Tabelle.

Selbsttest: Ist alles bloß reine Kopfsache?

Durchhänger können psychische oder physische Ursachen haben – so erkennen Sie den Unterschied:

psychisch bedingte Impotenz

  • tritt akut auf
  • nur bei bestimmtem Ereignis
  • nur bei bestimmter Person
  • morgendliche Erektion ist vorhanden
  • Erektion durch Masturbation ist möglich

körperlich bedingte Impotenz

  • beginnt langsam, schleichend
  • unabhängig von der Person der Partnerin
  • keine nächtliche und morgendliche Erektionen vorhanden
  • Masturbation führt nicht zur Erektion
 

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