Wussten Sie schon?
Geändert am: 31. August 2019

Männlicher Brustkrebs - Symptome, Diagnose & Therapie

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Männlicher Brustkrebs - Symptome, Diagnose & Therapie © damato - Fotolia.com

Wer an Brustkrebs denkt, würde dahinter vermutlich keine Erkrankung erwarten, die auch Männer betreffen kann. Doch die Erkrankung ist bei Männern zwar selten, kommt aber durchaus vor. Risikofaktoren, Symptome, Diagnose und Behandlung von männlichem Brustkrebs.

Auch Männer erkranken an Brustkrebs

Betroffen von Brustkrebs ist die Brust selbst, aber manchmal auch das Gewebe der Brustdrüse. Dieses ist von Geburt an bei jedem Menschen angelegt, lediglich bei der Frau wächst es jedoch zu einer gewissen Größe heran. Etwa ein Prozent aller Fälle mit Brustkrebs betrifft Männer, die Ursachen sind dabei ganz unterschiedlich.

Mögliche Symptome erkennen

Die Symptome von Brustkrebs sind denen von Frauen sehr ähnlich. Meist wird eine verdickte Stelle oder ein Knoten beim Abtasten bemerkt. Möglich sind außerdem Rötungen an der Brustwarze, herauslaufendes Sekret, oder auch sehr schuppige Hautstellen. Die meisten Männer vermuten hinter diesen Beschwerden keinen Brustkrebs, da dieser bei Männern so selten ist. Dennoch sollte man bei den ersten Anzeichen, dass etwas mit der Brust nicht stimmt, einen Arzt aufsuchen.

Verschiedene Ursachen von Brustkrebs bei Männern

Die bösartigen Tumore entstehen möglicherweise durch die Veränderung des Hormonspiegels, die bei Männern in fortgeschrittenem Alter auftritt. Wer viel Alkohol trinkt, hat ein größeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Der Grund liegt hier in der Leberschädigung, die für die Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Hormonhaushaltes verantwortlich ist.

Die erbliche Veranlagung

Auch genetische Veranlagung trägt laut Studien zur Entstehung von Brustkrebs bei Männern bei. Treten Brustkrebsfälle in der Familie gehäuft auf, kann das einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko darstellen. Ein Gentest mit einer Blutuntersuchung kann die Frage, ob man selbst ein erhöhtes Risiko hat zu erkranken, klären. Bestimmte Genmutationen sind ebenso wie das Klinefelter-Syndrom für eine erhöhte Brustkrebsrate bei Männern verantwortlich.

Verschiedene Brustkrebs-Arten

Bei Männern handelt es sich meist um eine gutartige Krebsvariante, die duktales Karzinom genannt wird, weil der Tumor die Milchgänge betrifft. Deutlich seltener tritt der bösartigere Tumor in den Milchdrüsen (lobuläres Karzinom) auf, da Männer davon nur sehr wenig haben.

Von ersten Symptomen zur Diagnose

Durchschnittlich wird die Diagnose bei Männern erst mit 72 Jahren gestellt, anders als bei Frauen, die schon in jungen Jahren von Brustkrebs betroffen sein können. Der Arzt tastet nach der Anamnese die Brust zunächst gründlich ab, um mögliche Veränderungen zu finden. Auch Untersuchungen wie die Mammographie oder Ultraschall sind möglich, um den Brustkrebs beim Mann zu diagnostizieren. Letztendlich gibt aber nur eine Biopsie endgültig Aufschluss darüber, ob die Veränderung in der Brust bösartig oder gutartig ist.

Verschiedene Stufen der Krebserkrankung

Um herauszufinden, wie weit der Brustkrebs bereits fortgeschritten ist, sind weitere Untersuchungen nötig. Durchgeführt wird hier meist ein CT (Computertomographie)- oder PET-Scan (Positronenemissionstomographie), um zu sehen, wie weit sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat. In der Stufe 0 hat sich der Tumor nicht ausgebreitet, bei Stadium IV hat der Krebs bereits gestreut und in verschiedenen Körperregionen Metastasen gebildet. In der letzten Stufe sind die Heilungschancen geringer, während in Stufe eins bis drei noch eine Heilung möglich ist.

Verschiedene Behandlungsmethoden

Wie bei der Frau auch, wird der Brustkrebs meist durch eine operative Entfernung aller betroffenen Teile behandelt. Ergänzt wird diese je nach Tumorvariante und Krebsstufe noch durch die Strahlentherapie, Hormontherapie oder Chemotherapie, um den weiteren Verlauf positiv zu beeinflussen.

 

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