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Geändert am: 14. November 2017

Sexuelle Orientierung und Masturbation

Written by  menscore, Published in Tuning
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Sexuelle Orientierung und Masturbation © nito - Fotolia.com

Masturbation ist etwas völlig Normales und die meisten Männer machen es regelmäßig. Doch es gibt einige Unterschiede in der Häufigkeit, die zum Beispiel auch von der sexuellen Orientierung abhängt.

Masturbation heute gängige Sexvariante

Ob allein oder mit der Partnerin, die Masturbation dient zur Befriedigung, der Entspannung und als eine Variante verschiedener Sexpraktiken. Während früher die Masturbation in vielen Religionen als Sünde oder gar krankhaftes Verhalten galt, gehen mit diesem Thema die meisten Männer, aber auch Frauen, heute ganz entspannt um. Die Masturbation gilt für viele als gute Möglichkeit, den eigenen Körper kennenzulernen und als sichere Sexvariante, bei der eine Ansteckungsgefahr für Geschlechtskrankheiten ebenso gering ausfällt, wie das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Ausgeübt wird sie dabei nicht nur von Singles, sondern auch innerhalb einer Partnerschaft.

Unterschiede in der Häufigkeit

Wie häufig Männer masturbieren, hängt u. a. auch davon ab, welche sexuellen Neigungen sie haben. So konnte in einer Studie festgestellt werden, dass homosexuelle Männer ebenso wie Männer mit bisexuellen Neigungen häufiger masturbieren als heterosexuell orientierte Männer. Untersucht wurde das in der Germania Male Sex-Studie, bei der 11.484 45-jährige Männer über einen Zeitraum von zwei Jahren zu ihrem Masturbationsverhalten befragt wurden. Etwa die Hälfte gab an, dass sie einmal pro Woche masturbieren, 19 Prozent bis zu zwei  Mal pro Woche und acht Prozent sogar bis zu vier Mal pro Woche. Im Vergleich zu den heterosexuell orientierten Männern lag die Häufigkeit des Masturbierens bei Männern mit anderer Orientierung deutlich höher. Ganze 57 Prozent der homosexuellen Männer masturbieren mindestens zweimal pro Woche und auch bisexuelle Männer lagen mit einer Häufigkeit von 53 Prozent mit zwei Mal pro Woche deutlich über der Masturbationshäufigkeit von heterosexuellen Männern. Auch in der Gruppe, die pro Woche mindestens viermal masturbierte, lagen die bisexuellen und homosexuellen Männer deutlich darüber.

Amerikanische Studie kommt zu ähnlichem Ergebnis

In Amerika wurde eine ähnliche Studie durchgeführt, allerdings mit deutlich weniger Teilnehmern (59 Personen). Doch auch hier war die gleiche Tendenz wie bei der deutschen Studie zu erkennen. Nämlich, dass bei den homo- und bisexuellen Männern die Masturbationsfrequenz deutlich höher liegt als bei heterosexuell orientierten Männern. Immerhin 2,3 Mal pro Woche masturbierten laut Studie heterosexuelle Männer, bis zu 3,8 Mal die homosexuellen Männer und bis zu 4,2-mal die bisexuellen Männer. Doch wie lassen sich diese signifikanten Unterschiede erklären? Einen Hinweis darauf gibt eine belgische Studie, die zur gleichen Thematik durchgeführt wurde.

Belgische Studie – höherer Stellenwert der Masturbation

Die Studie mit 10.000 befragten Männern zeigt, dass bisexuelle und homosexuelle Männer allgemein der Sexpraktik der Masturbation einen deutlich höheren Stellenwert beimessen, als es bei den heterosexuellen Männern der Fall ist. Die Masturbation ist im Sexualverhalten wichtiger und wird daher auch häufiger ausgeführt. Passiver und aktiver Oralsex lag an erster und zweiter Stelle bei den beliebtesten Sexualpraktiken, gefolgt von der Solo-Masturbation an dritter Stelle, der Masturbation durch den Partner an vierter Stelle und erst an fünfter Stelle steht der Analverkehr. Diese Bevorzugung der Sexualpraktik Masturbation führt der Studie zufolge dazu, dass sie deutlich häufiger ausgeführt wird, als von heterosexuellen Männern.

 

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