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Geändert am: 01. Oktober 2014

Erektion - Tendenz steigend

Written by  menscore, Published in Tuning
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Schöne verführerische junge Frau in sexy Unterwäsche © konradbak - Fotolia.com

Erektionsschwäche ist für Männer ein Tabu. Dabei hat fast jeder mal einen kleinen Durchhänger. Aufrichtende Tipps für den kleinen Freund.

Also, da sind Sie mit dieser Frau im Bett, auf die Sie sich seit Wochen freuen. Genau das wollen Sie ihr jetzt natürlich auch beweisen und es passiert – nichts! Dabei sollte ihr kleiner Freund doch ganz groß rauskommen und aufrecht im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Versagensängste und das mulmige Gefühl von Schuld machen sich breit, was Ihren Freund gleich noch mehr knickt. Ein Teufelskreis, der die Lust zur Last machen kann. Dabei besteht kein Grund zur Panik, denn jeder Mann hat gelegentlich Erektionsprobleme. Der Münchner Psychologe und Buchautor Dr. Paul Kochenstein meint sogar, dass "ein Mann, der solche Situationen nicht kennt, sicherlich auch sonst nur eine eingeschränkte Ahnung über die Bandbreite sexueller Freuden und Variationen hat".

Über kurz oder lang

Urologen sind sich einig, dass Potenzstärke nichts mit Umfang und Länge des männlichen Glieds zu tun hat. Männer mit einem großen Penis haben lediglich einen psychischen Vorteil: Sie glauben, der größere Penis sei automa­tisch auch der bessere. Manneskraft beginnt also im Kopf, nicht zwischen den Beinen. Ob nun größer oder kleiner, Ihr Penis traut sich immer das zu, was Sie ihm zu­trauen. Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf Ihren Penis, er kennt seinen Job am besten.

Liebestöter Stress

Dass der kleine Mann ab und zu seinen Dienst quittiert, hat viele Gründe. Besonders Stress, aber auch Mü­digkeit und das "Gläschen zuviel" verpatzen manche Liebeskür.

Stress führt durch Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol zu einer Verengung der Arte­rien. Der Körper bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor, die Blutzufuhr in den Penis nimmt ab. Bei ständig Stressgeplagten sinkt sogar der Te­stosteronspiegel, die Lust schwindet endgültig.

Sind Sie müde, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn auch Ihr Penis sich auf eine Hängepartie einstellt. Finanzielle Ängste und Zeitdruck tun ein Übriges, ihr bestes Stück lahmzulegen. Wie sagt der Volksmund: "Nur wer sonst nichts tut, ist in der Liebe gut".

Wenn in der Hose "tote Hose" ist, sind Sie mit den Gedanken nicht bei der Sache, sondern möglicherweise noch im Büro, wäh­rend der Rest von Ihnen den Venushügel bestei­gen will. Im Bett sollten Sie deshalb nur die Sommersprossen auf der zarten Haut Ihrer Partnerin zählen, nicht Umsatz und Gewinn.

Ein Glas Sekt oder Wein kann die Gefäße erweitern und somit eine positive Wir­kung auf die Erektion haben. Was darüber hinausgeht, schlägt ins Gegenteil um. Der Penis macht schlapp, das Lustge­fühl auch. Deshalb "sollten 0,5 Promille als Verkehrsgrenze gelten - auf der Straße und im Bett", empfiehlt Prof. Hartmut Porst, niedergelassener Uro­loge in Ham­burg.

Wer sich von seinem Handy selbst bei der Liebe nicht trennen mag, kann von einem Sex-Angst-Syndrom befallen werden, stellten taiwanesi­sche Forscher am Chang-Gung-Krankenhaus in Taipeh fest. Aus Angst vor möglichen Unterbre­chungen ziehen die Betroffenen die Lustbremse. Im Bett gilt deshalb: Kein Anschluss während dieser Nummer.

Blutgefäße ziehen sich bei Kälte zusammen, was ein Sprung ins kalte Wasser „hinlänglich“ beweist. Heizen Sie in Liebesnächten deshalb so richtig ein. Ihr Penis fühlt sich bei 23 Grad und mehr erst richtig wohl und auch das Vorspiel wird nicht zur „Zitterpartie“.

Nervosität ist Gift für entspannten Sex. Wo steht geschrieben, dass es immer zum Äußersten kommen muss? Lassen Sie das Ende einfach offen. Nehmen Sie beispielsweise ein gemeinsames Bad und verwöhnen Sie sich gegenseitig mit einer Massage. Der Rest kommt früher oder später von allein.

Ein Muskelkrampf beim Stellungswechsel wirkt nicht gerade sehr erotisch. Liegestütze, Sit-ups, Gewichtheben und Oberschen­keltrai­ning halten wegen ähnli­chem Bewegungsablauf dieje­nigen Muskelgrup­pen, die Sie bei der einen oder anderen Stellung ver­mehrt beanspruchen, fit. Vier- bis fünfmal pro Woche 30 Minu­ten wären op­timal, empfiehlt Dr. Dudley Seth Danoff.


 

Geflüster macht an

Schamgefühl, Missverständnisse, Ängste und Unsicherheit über die Wünsche und Erwartungen der Partnerin können zu zögerlichen Aktionen und Reaktionen führen. „Häufig verbirgt sich bei sexuellen Problemen, insbesondere bei Problemen mit der Lust und mit der Potenz eine Kommunikationsstörung“, weiß Kochenstein. „Wir haben nie gelernt, über unsere sexuellen Bedürfnisse offen zu reden, unsere Empfindungen mitzuteilen und die Erwartungen der Partnerin zu erfragen“, so der Psychologe. Zärtliche Gespräche helfen, Hemmungen abzubauen und Körper und Seele der Partnerin noch näher kennenzulernen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Partnerin zu passiv ist, dann liegt das viel­leicht daran, dass sie nicht weiß, was Sie auf Touren bringt. Sagen Sie es ihr, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Ein Schritt in die richtige Richtung ist, der Partnerin zu signalisieren, wenn Ihnen eine Berührung gefällt. Sie wird sich Ihre Vorlieben besonders gut merken, wenn Sie sich daraufhin leidenschaftlich um sie kümmern

Verra­ten Sie Ihrer Partnerin Ihre ge­heimen sexuellen Wünsche und ermutigen sie, auch ihre sexuellen Fanta­sien preiszuge­ben. Bereits das kann Sie beide antörnen und vielleicht entdecken Sie gemeinsame Vor­lieben, die Sie gleich in die Tat umsetzen können. Sie wissen ja: Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, und das gilt auch für einige Körperteile ganz besonders.

Lassen Sie ruhig mal was von sich hören. Ihre Partnerin wird Sie mit ebenso lustvollem Stöhnen belohnen. Das freut den kleinen Mann – wie den Künstler der Applaus.

Zarte Hände sind gefragt

Die Penetration steht beim Liebesspiel nicht immer im Mittelpunkt. Der Penis führt also keineswegs allein Regie, wenn es darum geht, die Partnerin zu beglücken. Sie machen deshalb auch nicht nur aus der Not eine Tugend, wenn sich Ihre Part­ne­rin vor Lust rekelt und windet, ohne dass Ihr bester Freund in das Geschehen eingreift. Schließlich er­regt Sie nichts mehr als eine erregte Frau: "Der Penis reagiert auf eine warme, feuchte Vagina wie ein Pawlowscher Hund auf die Glocke", beschreibt der amerikanische Urologe Dr. Dudley Seth Danoff in sei­nem Buch "Superpotenz" das Phänomen.

Der gute Liebhaber beeindruckt nicht mit kaninchenartigem Hochgeschwindigkeitssex. Mit Händen, Lippen und Zunge liebkost er ihren Kör­per, findet heraus, ob sie heftigen Sex oder sanfte Zärtlichkeit möchte. Ohne sie zu drängen, steigert er ihr sexuelles Verlangen Schritt für Schritt.

Ungefähr jede zweite Frau erlebt beim Geschlechtsver­kehr ohne zusätzliche Stimulation keinen Orgasmus. Fragen Sie sich ehrlich: Setzen Sie Ihre Hände richtig ein?


Lust ist spontan

Wiederholungen im Bett findet Ihr Penis so interessant wie den Wetterbericht von gestern. Neue Ideen machen den Kleinen hingegen hellwach und neugierig.

Kein Gesetz schreibt vor, dass die Liebe bei Androhung von Dunkelhaft ausschließlich im Schlafzimmer stattzufinden hat. Unterziehen Sie mal das Mobiliar in den anderen Räumen einem ausgiebigen Belastungstest.

Sex als Pflichtübung zwischen Zähneputzen und Schlafengehen fällt ebenso aus: steril und einschläfernd. Warum nicht Sex vor dem Früh­stück oder statt Frühstück?

Wer sagt denn, dass Ihrer Phantasie eine Schamhaar­grenze gesetzt sein muss? Wie wär´s mit einer Teil- oder Totalrasur von Ihrer rasiergeüb­ten Hand? Dann wird der glatte Venushügel zum samt­weichen erotischen Erlebnis.

Die Mittel zum Zweck

Die Erotikindustrie ist längst aus der Schmuddelecke heraus. Überwinden Sie also Ihre Scheu, wenn es in Ihrer Beziehung ein wenig an Pep fehlt. Die Grenze bilden nur Ihre Fantasie und das Nein Ihrer Partnerin.

"Dirty stories": Lassen Sie Ihrer Vorstellungskraft auch verbal freien Lauf und vertiefen sich gemeinsam in erotische Kurzgeschichten.

Mögen Sie Strapse und Seidenstrümpfe? Machen knappe Höschen Sie so richtig wild? Gehen Sie gemeinsam Wäsche kaufen und suchen Sie sich die Kleinteile gegenseitig aus.

Wenn Sie beide beim Studium von Erotikmagazinen und –videos schwach werden – was spricht dagegen? Empfehlenswert sind Streifen, deren Handlung Freiraum für die Fantasie lässt. Den Film aber nicht länger als 20 Minuten ansehen, denn alles, was darüber hinausgeht, kann übersättigen und abtörnen“, warnt Kochenstein.

In jedem von uns steckt doch ein kleiner Voyeur. Wenn sich Ihre Partnerin vor Ihren Augen „selbst etwas Gutes tut“, kommt der Kleine in Hochstimmung. Übrigens: Umgekehrt gilt dasselbe.

Ihr bestes Stück ist garantiert nicht beleidigt, wenn ein mechanischer oder elektrischer Kollege ab und an ein wenig aushilft. Vielleicht wartet Ihre Partnerin schon längst auf die Frage nach Dildo oder Vibrator.

 

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