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Geändert am: 06. März 2014

Dicker Penis ohne Zulassung

Written by  menscore, Published in Tuning
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Dicker Penis ohne Zulassung © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Einige deutsche Ärzte verwenden auch menschliches Gewebe, um den Penis ihrer Patienten zu verdicken, ohne dass die Firma, die dieses Gewebe verkauft, etwas davon weiß. Und: ohne dass das Material in Deutschland überhaupt zugelassen ist.

Weil das scharfkantige Netzgewebe, das bisher von vielen Ärzten bei einer Penisverdickung unter die Penishaut eingebracht wurde, bei den Betroffenen zu Schmerzen führt, steigen einige Intimchirurgen auf ein neues Material um.

Bei diesem handelt es sich um das AlloDerm® der US-amerikanischen Firma LifeCell Corporation in New Jersey. Das Gewebe besteht aus der Matrix von menschlicher Spenderhaut. Nachdem die oberste Hautschicht entfernt und die Immuneigenschaften der Spenderhaut ausgeschaltet wurden, wird die Matrix, die nach dieser Behandlung übrig bleibt, an Kliniken und Ärzte verkauft. Allerdings nicht nach Deutschland.

Die Durchführung der ambulanten Operation selbst entspricht der Methode wie mit dem synthetischen Netz, das sonst bei Leistenbrüchen verwendet wird. Unterschied: Da das Gewebe immunologisch stumm gemacht wurde, wird es vom Körper nicht abgestoßen und hat auch keine scharfen Kanten. Hört sich also nach einer guten Alternative an.

Gute Alternative?

Aber: Zwar ist das Material vom Hersteller in Studien getestet worden, allerdings nur für die Verwendung an Kopf, Hals, Brust und Bauchdecke, z. B. nach Krebs, Unfällen oder Verbrennungen. Sein Einsatz in der ästhetischen, insbesondere der Genitalchirurgie ist vom Hersteller wissenschaftlich nicht untersucht worden, wird dafür also nicht verkauft. Und mehr noch: „Wir vertreiben dieses Material nicht in Deutschland, da es keine Zulassung für den deutschen Markt hat“, sagt Oliver Merker, Regional Sales Director, LifeCell D.A.CH., in Wiesbaden. Stellt sich also die Frage, wie gelangt AlloDerm® überhaupt in die Hände des einen oder anderen deutschen Intimchirurgen? oder: Stellt sich also die Frage, wie gelangt AlloDerm® überhaupt auf den deutschen Markt?

„Davon abgesehen, dass Betroffene nach solchen – sehr teuren – Operationen oft einen zerstörten Penis zurückbehalten, gibt es eigentlich keinen Grund, sich solches Material implantieren zu lassen“, sagt Dr. Tobias Pottek, Chefarzt der Urologie am Asklepios Westklinikum in Hamburg-Rissen. Mehr als ihm angeboren ist, braucht keiner.“

Das hört sich nach einer nicht mehr ganz so guten Alternative an…

 

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