Testosteron
Geändert am: 27. September 2014

Brauchen Sie eine Testosteron-Therapie?

Written by  Martina Günther, Published in Testosteron
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Dicker Patient mit nacktem Oberkörper und Brüsten steht vor einem Arzt © sunabesyou - Fotolia.com

Wenn Sie unter den typischen Beschwerden leiden und einen niedrigen Testosteronspiegel haben, könnte eine Testosteron-Therapie für Sie das Richtige sein. Was Sie darüber wissen sollten.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Wenn Ihr Testosteronwert tatsächlich zu niedrig ist, kann eine Testosteronbehandlung Ihr Energie-Niveau auf ein normales steigern. Es kann auch Ihre Libido wiederherstellen. Ein weiterer möglicher positiver Effekt ist, dass Sie einen Rückgang an Körperfett sowie einen Aufbau an Muskelmasse feststellen können.

Welche Anwendungsformen gibt es?

Testosteron gibt es in vielen Formen in der Apotheke, allerdings nur auf Rezept:

  • Pflaster: Sie können auf den Arm oder den Oberkörper geklebt werden.
  • Gel: Dieses enthält kleine Mengen an Testosteron, das direkt durch die Haut absorbiert wird, wenn es dort auftragen wird. Eine ganz neue Form wird auf die Achselhaut aufgetragen; diese ist zwar schon zugelassen, aber noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Pflaster für die Mundschleimhaut: Das Präparat wird auf das Zahnfleisch geklebt, von wo das Hormon über die Mundschleimhaut direkt an das Blut abgegeben wird.
  • Spritzen und Implantate: Testosteron kann auch direkt in die Muskeln gespritzt oder auch zur Langzeittherapie implantiert werden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

  • Akne und fettige Haut
  • eine geringere Anzahl an Spermien, was Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann
  • vermehrte Bildung roter Blutkörperchen, was das Risiko eines Herzinfarkts sowie eines Gehirnschlages erhöhen kann, vor allem bei Testosteron-Spritzen
  • Schrumpfen der Hoden

Wann darf keine Testosteronbehandlung erfolgen?

Wenn Sie Prostata- oder Brustkrebs haben. (Ja, auch Männer können Brustkrebs bekommen!)

Die meisten Experten befürworten aber die Behandlung von Männern mit Testosteron, wenn der Krebs bei ihnen bereits erfolgreich behandelt wurde.

Hilft eine Testosterontherapie bei erektiler Dysfunktion (ED)?

Ja, wenn bei Ihnen die mangelnde Libido und die Erektionsstörungen auf den niedrigen Testosteronwert zurückzuführen sind. „Das Ansprechen auf PDE-5-Hemmer wird bei normalisiertem Testosteronspiegel verbessert“, sagt Dr. Volker Moll, niedergelassener Urologe aus Augsburg. Eine Hormonbehandlung bleibt aber wirkungslos, wenn die ED andere Ursachen hat.

Wie wird die Testosterontherapie durchgeführt?

Ihr Arzt wird Ihren Testosteronwert in den ersten drei bis sechs Monaten nach Beginn der Behandlung öfter messen, danach nur noch einmal pro Jahr. Ist der Wert in Ordnung ist, bekommen Sie die normale Dosis, ist er zu niedrig, wird die Dosis angepasst.

Engmaschige Messungen der Knochendichte und Untersuchungen auf Prostatakrebs gehören zu einer Testosterontherapie gewissermaßen dazu.

Wie lange braucht eine Testosteron-Ersatz-Therapie?

Dauerhaft, denn eine Hormontherapie „heilt“ nicht den Mangel an eigenem Testosteron, sondern ergänzt die eigene Menge an Testosteron nur. Wenn die Therapie beendet wird, kommen auch die Beschwerden wieder. Zumal die Eigenproduktion von Testosteron unter der Therapie abnimmt.

„Bleibt die Wirkung einer Hormontherapie aus, obwohl ausreichend hohe Testosteronspiegel im Blut erreicht wurden, kann ein genetischer Test weiterhelfen“, sagt Dr. Moll. Dieser gibt Auskunft über die Funktionalität des Androgenrezeptorgens. Bei entsprechendem Befund ist eine höhere Testosterongabe die Antwort auf das Problem“, so der Urologe weiter.

 

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