Erektion
Geändert am: 10. Juni 2017

Diabetes führt zu Erektionsstörungen

Written by  menscore, Published in Erektion
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Diabetes führt zu Erektionsstörungen © tashatuvango - Fotolia.com

Diabetes kann eine Vielzahl an Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Eine davon sind sexuelle Erektionsstörungen. Bei mindestens der Hälfte der Männer, die unter Diabetes leiden, stellt sich über kurz oder lang eine erektile Dysfunktion ein.

Die Ursache hierfür liegt vor allem an den Schäden, die an den kleinen und großen Blutgefäßen entstehen. Hierdurch kann das männliche Glied nicht mehr optimal mit Blut versorgt werden, das nötig wäre, um eine Erektion zu bekommen und diese aufrechtzuerhalten. Bei Altersdiabetes kann es zudem zu einer Beeinträchtigung des Hormonhaushalts kommen, wodurch der Testosteronspiegel sinkt. Und nicht zuletzt sind es auch einige der Medikamente, die bei Diabetes eingenommen werden, die negative Auswirkungen auf die Potenz haben können. Zu nennen wären hier beispielsweise Beta-Blocker oder Cholesterinsenker.

Zusätzliche Belastung für Diabetiker

Diabetes als chronische Krankheit stellt für den Betroffenen an sich bereits eine große Belastung dar. Wird dann noch die sexuelle Funktionsfähigkeit eingeschränkt, kann dies zusätzlich noch zu Partnerschaftsproblemen oder gar Depressionen führen. Wer erstmalig festgestellt hat, dass die sexuelle Leistungsfähigkeit leidet, sieht sich schnell Selbstzweifeln und Frustration ausgesetzt und wird aufgrund von Versagensängsten möglicherweise beginnen, derartige körperliche Nähe zu meiden.

Eine Behandlung ist möglich

Die gute Nachricht dabei ist aber, dass Diabetiker mit ihren Potenzproblemen nicht auf sich allein gestellt sind. Falsche Scham ist daher nicht angebracht. Denn es gibt durchaus gute Aussichten, was Behandlungsmöglichkeiten angeht. Dabei gilt, die Erektionsstörung nicht erst lange voranschreiten zu lassen. Die Behandlungschancen stehen besonders gut, wenn eine Therapie möglichst frühzeitig begonnen wird.

Der Arzt wird die der erektilen Dysfunktion zugrunde liegenden Ursachen feststellen und den Betroffenen über eine angemessene Medikation und andere Behandlungsmethoden informieren. Überprüft werden sollte in jedem Fall, ob der Betroffene die richtigen Schritte unternimmt, um seine Diabetes zu bewältigen. Jeder kann nämlich selbst zum Erfolg der Behandlung beitragen. Dazu gehört eine gute Einstellung des Diabetes, ein gesundes Gewicht, das Einhalten einer Diät oder die konsequente Einnahme von Medikamenten. Im Gegenzug sollte auch abgeklärt werden, ob eventuell Medikamente eingenommen werden, die sich gerade auch negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Manchmal hilft hier schon ein Wechsel des Medikaments, was jedoch in jedem Fall mit dem Arzt abgeklärt werden muss.

Neben der medikamentösen Behandlung erektiler Dysfunktionen bieten sich auch noch andere Behandlungsmethoden an. Dazu gehören u. a. Vakuumpumpen, die Spritzentherapie, oder Hormonbehandlungen. Selbst Penisprothesen und andere operative Eingriffe sind möglich. Was im Einzelfall für einen selbst die beste und passende Methode ist, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Andere Ursachen für die Erektionsstörung ausschließen

Der Arzt sollte in jedem Fall auch abklären, ob eventuell andere gesundheitliche Probleme (mit)verantwortlich für die Erektionsstörung sind. Die Behandlung dieser sollte dann in die Therapie mit einbezogen werden.

Die Ursachen für Erektionsstörungen müssen zudem nicht immer körperlicher Natur sein. Wer verstärkt unter Stress oder Angst leidet, trägt zu einer Verschlechterung der sexuellen Leistungsfähigkeit bei. Eine entsprechende Beratung bei einem Psychologen oder anderen Experten kann dabei helfen, besser mit Stress umzugehen und dadurch Körper und Psyche zu entlasten.

Den eigenen Lebenswandel überdenken

Man sollte nie unterschätzen, welchen Unterschied es machen kann, ein paar Änderungen am eigenen Lebenswandel vorzunehmen. Um eine Verbesserung der erektilen Dysfunktion zu erzielen, sollte beispielsweise mit dem Rauchen aufgehört werden. Denn Tabakkonsum verengt die Blutgefäße, wodurch der Bluteinfluss gedrosselt und somit eine Potenzstörung begünstigt oder verstärkt wird. Wer es aus eigenem Willen nicht schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, kann sich auch professionelle Hilfe auf dem Weg zum Nichtraucher holen.

Zudem sollte auf ein gesundes Normalgewicht geachtet werden. Denn auch Übergewicht ist ein Faktor, der zu Erektionsstörungen beitragen kann. Empfehlenswert ist es auch, körperlich aktiv zu sein. Schon kleine Trainingseinheiten im Alltag genügen, um beispielsweise Stress abzubauen, Übergewicht zu verhindern und die Durchblutung zu fördern – alles Faktoren, die gut für die Potenz sind.

 

 
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