Erektion
Geändert am: 13. Mai 2017

So lässt sich eine erektile Dysfunktion vorbeugen

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Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
So lässt sich eine erektile Dysfunktion vorbeugen © Zerbor - Fotolia.com

Erektionsprobleme können sehr belastend für eine Partnerschaft sein. Wer ein uneingeschränktes Sexualleben genießen kann, sollte sich daher glücklich schätzen. Erektionsstörungen können jedoch potentiell jeden Mann treffen. Allerdings hat jeder auch die Möglichkeit, diesen bestmöglich vorzubeugen.

Auf Ernährung und Gewicht achten

Ein gesunder Lebensstil ist eine wichtige Maßnahme, um eine erektile Dysfunktion zu vermeiden. Oftmals haben Erektionsstörungen ihre Wurzel in Gefäßveränderungen. Daher sollte bei der eigenen Lebensweise darauf geachtet werden, Arterienverkalkungen zu vermeiden.

Überflüssige Pfunde können schnell ihren Tribut fordern, auch hinsichtlich des eigenen Sexlebens. Männer, die unter Fettleibigkeit leiden, neigen zu einem hohen Cholesterinspiegel und Diabetes. Diese Faktoren wiederum stehen oft in Verbindung mit erektiler Dysfunktion. Ein gesundes Gewicht sollte daher angestrebt werden. Dafür ist nun wiederum eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Empfehlenswert ist hier eine mediterrane Diät, die auf einer herzgesunden Ernährungsweise beruht. Denn auch Herzerkrankungen können für eine erektile Dysfunktion förderlich sein. Vom Speiseplan gestrichen werden sollten daher Nahrungsmittel, deren Bestandteile die Arterien verstopfen. Dazu gehören beispielsweise frittierte Lebensmittel und auch rotes Fleisch. Regelmäßig auf den Teller gehören vielmehr Gemüse und Obst sowie Fisch und Vollkornprodukte. Wird das Herz durch die Ernährungsweise geschont und purzeln die Pfunde, macht sich das letztlich auch im Schlafzimmer bezahlt.

Wenn der Blutfluss eingeschränkt wird

Bei hohem Blutdruck kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße. Dadurch wird der Blutfluss im Körper eingeschränkt. Und wenn weniger Blut das männliche Glied erreicht, werden sich letztlich auch Probleme einstellen, eine Erektion zu erhalten. Ein Blutdruck-Check kann darüber Aufschluss geben, ob dies vielleicht die Quelle für das Sex-Problem ist. Eine Einschränkung des Blutflusses kann aber auch durch einen zu hohen Cholesterinspiegel entstehen. Setzt sich Cholesterin in den Blutgefäßen ab, verengen sich diese und dadurch fließt das Blut langsamer. Männer bekommen dadurch Probleme bei der Erektion. Nicht immer müssen Medikamente die einzige Lösung sein, um den Cholesterinspiegel zu senken. Auch eine Ernährungsumstellung kann hier deutliche Erfolge erzielen.

Ungesunden Versuchungen widerstehen

Männer, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden oder einer solchen möglichst effektiv vorbeugen wollen, sollten mit dem Rauchen aufhören. Hierfür gibt es zahlreiche gute Gründe. Einer davon liegt darin, dass sich das Risiko für Erektionsstörungen durch das Rauchen verdoppelt. Denn auch hier gilt wieder: Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße und der Blutfluss wird vermindert. Aber nicht nur Zigaretten sollte man widerstehen, auch von einem übermäßigen Alkoholgenuss ist abzuraten. Wer sehr dem Alkohol zugetan ist, wird es schwer haben, eine Erektion zu bekommen und diese zu halten. Auch die Orgasmusfähigkeit sinkt mit zunehmendem Alkoholgenuss.

Speziell Kraftsportler sollten zudem zurückhaltend sein, was die Einnahme von anabolen Steroiden angeht. Synthetisches Testosteron sorgt dafür, dass der Körper kein eigenes mehr produziert. Problematisch wird dies also dann, wenn man aufhört, die Steroide zu nehmen. Denn der natürliche Testosteronspiegel beginnt ab etwa dem 30. Lebensjahr ohnehin zu sinken. Ist zu wenig Testosteron im Körper verfügbar, leiden Sexualtrieb und Erektionsfähigkeit. Ein Bluttest kann Aufschluss über den eigenen Testosteronspiegel geben. Es können zudem weitere unangenehme Nebenwirkungen durch Steroide auftreten, darunter auch geschrumpfte Hoden.

Was man sonst noch tun kann

Um einer erektilen Dysfunktion vorzubeugen, sollte man sich regelmäßig sportlich betätigen. Neben einem allgemein guten Rundum-Körpergefühl sorgt regelmäßiger Sport für ein gesundes Herz und gesunde Blutgefäße. Überanstrengen muss man sich dabei nicht, auch ein regelmäßiger Spaziergang wirkt sich bereits positiv aus. Männer, die unter Erektionsproblemen leiden, sollten zudem daran arbeiten, sich keinem größeren Stress auszusetzen, sei es durch die Arbeit oder die Partnerschaft. Ausgeglichenheit trägt zu einer gesunden Libido bei. Dazu gehört auch ein gesundes Schlafverhalten. Dies gilt vor allem dann, wenn man unter Schlafapnoe leidet. Treten Atemaussetzer während der Nacht auf, sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

Wichtig ist zudem, sich mit seinem Problem auseinanderzusetzen. Wer öfter unter Erektionsproblemen leidet, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Falsche Scham ist hier fehl am Platz. Wer das Problem ignoriert oder herunterspielt, riskiert, dass eventuell tieferliegende gesundheitliche Probleme unbehandelt bleiben.

 
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