Erektion
Geändert am: 01. Februar 2017

Seelischer Kummer schadet der Potenz

Written by  menscore, Published in Erektion
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Seelischer Kummer schadet der Potenz © Syda Productions - Fotolia.com

Millionen von Männern jenseits der 20 leiden unter einer erektilen Dysfunktion, gemeinhin auch als Erektionsstörung bekannt. Das Risiko, keine ausreichende Erektion mehr zu bekommen, steigt dabei mit zunehmendem Alter, wobei das Alter jedoch nicht immer die ausschlaggebende Ursache sein muss. Besonders junge Männer leiden eher an seelisch bedingten Erektionsstörungen.

Die meisten Männer leiden früher oder später an einer Erektionsstörung. Die Ursache lässt sich jedoch in den meisten Fällen feststellen, sodass eine entsprechende Behandlung oft zum Erfolg führt.

Eine Erektionsstörung kann auch psychische Ursachen haben

Nicht nur physische Beschwerden lösen eine erektile Dysfunktion aus, sondern auch psychische Belastungen. Studien belegen sogar, dass psychologische Faktoren der Hauptgrund für Erektionsstörungen sind. Die gute Nachricht dabei ist, dass psychische Ursachen wie Stress und Angst meist heilbar sind. Dementsprechend lässt sich auch das Risiko für andere Beschwerden senken, die durch Angst und Stress ausgelöst werden können und das Entstehen einer Erektionsstörung letztlich fördern, so wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Herzkrankheiten.

Bei Männern, die unter psychischen Problemen wie Versagensangst oder Unsicherheit leiden, kommt es zu einer Unterbrechung der Signalsendung des Gehirns an den Penis, wodurch der zusätzliche Blutfluss ausgesetzt wird. Letztlich können Männer hier in eine Art Teufelskreis geraten. Denn der nun eintretende Stress und die Angst, unter einer erektilen Dysfunktion zu leiden, fördert diese letztlich nur noch zusätzlich. Bei den betroffenen Männern sind Verhaltensänderungen festzustellen, die wiederum die Angst verstärken und die Häufigkeit der Erektionsstörung noch erhöhen.

Die Ursachen variieren abhängig vom Alter

Psychologisch begründete Erektionsstörungen, vor allem aufgrund von Nervosität und Angst, betreffen etwa 90% der Jugendlichen und jungen Männer. Erektile Dysfunktionen treten hier jedoch meist nur sehr temporär auf. Bei Männern mittleren Alters ist es vor allem der persönliche und berufliche Stress, der dafür sorgt, dass keine ausreichende Erektion mehr für einen befriedigenden Sexualverkehr mit der Partnerin erlangt werden kann. Und ältere Männer leiden hingegen vor allem unter einer physischen Impotenz.

Bestimmte problembehaftete Lebenssituationen wie Probleme im Job, Krankheit, Beziehungsprobleme, Verlustängste, finanzielle Probleme oder die Angst vor dem Altern können ein hohes Maß an Stress und Angst hervorrufen, das zu einer erektilen Dysfunktion führen kann. Wer Langzeitstress ausgesetzt ist, riskiert, dass bestimmte Hormonspiegel im Körper ansteigen und verschiedene Prozesse im Körper gestört werden. Dies kann auch zu anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die wiederum eine erektile Dysfunktion fördern.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass eine erektile Dysfunktion auch ein Risikomarker für zukünftige kardiovaskuläre Erkrankungen sein kann. Zu den weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die in Verbindung mit Erektionsstörungen stehen, gehören u. a. Gefäßerkrankungen, Diabetes, Nervenschäden, Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder auch ein niedriger Testosteronspiegel.

Therapie bei psychisch bedingten Erektionsstörungen

Die meisten psychisch bedingten Erektionsstörungen lassen mit der Zeit wieder nach. Wer sich als Betroffener an seinen Arzt wendet, sollte mit diesem besprechen, welche Behandlungs- bzw. Therapiemethode für ihn die Richtige ist. Eine Therapie kann dabei helfen, den Teufelskreis aus Stress, Angst und Erektionsstörung zu durchbrechen. Auch die Seelsorge bzw. eine psychologische Beratung kann hier sehr hilfreich sein. Der Betroffene spricht dazu mit einem Therapeuten, um an die Wurzeln seiner Angst zu gelangen und diese aufzuarbeiten. Im Rahmen einer psychodynamischen Therapie geht es hingegen um die Psychoanalyse und die Bewältigung eines unterbewussten Konflikts.

Weiterhin kann als Therapiemethode auch eine Sextherapie sinnvoll sein. Ziel ist es hierbei, den Stressfaktor abzubauen und sich auf ein sicheres und verlässliches Sexualleben zu konzentrieren. Daneben gibt es auch noch die sexuelle Angsttherapie. Hier wird dem Betroffenen durch einen Arzt ganz genau erklärt, was es mit einer erektilen Dysfunktion auf sich hat. Dies soll dabei helfen, auf Unwissen basierende Probleme und Sorgen zu beseitigen. Aber auch die emotionalen Belange werden bei solch einer Therapie besprochen.

In jedem Fall ist es sinnvoll, dass sich betroffene Männer an ihren Arzt wenden und die Ursache ihrer Erektionsstörung feststellen lassen. So lässt sich auch ausschließen, dass andere Erkrankungen eine Rolle spielen. Verschiedenste Behandlungsmethoden, die von verschreibungspflichtigen Medikamenten bis zur Blutgefäßchirurgie reichen, können zum Einsatz kommen, um eine erektile Dysfunktion zu behandeln. Und da Erektionsstörungen ein frühes Anzeichen für bestimmte chronische Erkrankungen einschließlich Herzerkrankungen sein können, sollte man sich eher früher als später an seinen Arzt wenden. Scham ist hier nicht angebracht, vielmehr sollte die eigene (auch sexuelle) Gesundheit an erster Stelle stehen. Und Betroffene sollten sich stets vor Augen halten, dass Behandlungen von erektilen Dysfunktionen in der Regel sehr erfolgreich sind! Es geht also auch um die Rückgewinnung der alten Lebensqualität. 

 

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