Erektion
Geändert am: 01. September 2015

Sport stärkt Manneskraft

Written by  Julia Hofmann, Published in Erektion
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Sport stärkt Manneskraft © nikolas_jkd - Fotolia.com

Männer, die Sport treiben, haben auch weniger Probleme mit der Standhaftigkeit beim Sex. Den Zusammenhang zwischen Sport und sexueller Funktion belegt eine neue Untersuchung von US-Forschern. 

Wer eher ein Sportmuffel ist und sich einfach nicht genug motivieren kann, zu trainieren, dem helfen vielleicht die Studienergebnisse der amerikanischen Forscher um Adriana Vidal vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles auf die Sprünge. 

Mehr Sport - mehr Leben in der Hose

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen von sportlicher Aktivität an fast 300 Studienteilnehmern. Die Forscher teilten sie in vier Gruppen ein, je nach Ausmaß ihrer körperlichen  Aktivität, über die sie zuvor Angaben gemacht hatten: vornehmlich sitzender Lebensstil, geringe körperliche Aktivität, moderater Sport oder intensive sportliche Aktivität. Außerdem befragten die Wissenschaftler die Männer über ihr Sexualleben, ihre sexuelle Funktion, die Fähigkeit zu Erektionen und Orgasmen sowie die Häufigkeit und Qualität ihrer Erektionen.

Männer, die häufiger und intensiver Sport trieben, zeigten eine bessere sexuelle Funktion. Intensiv beutet, dass Betroffene mindestens zwei Stunden anstrengenden Sport wie Joggen oder Schwimmen betrieben. Aber auch mit verschiedenen anderen sportlichen Aktivitäten unterschiedlicher Intensität ließ sich über die mit dem Sport verbrachte Zeit pro Woche ein vergleichbarer Grad der Anstrengung erreichen. 

Sport ist für die Potenz sehr wichtig

Männer, die nach eigener Aussage weniger Sport trieben, hatten eine schlechtere sexuelle Funktion. Was laut den im „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlichten Untersuchungsergebnissen das Sexualleben zusätzlich zur Bewegungsfaulheit beeinträchtigte: Alter, Rauchen oder früheres Rauchen sowie die koronare Herzkrankheit und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) – wobei die letzteren beiden Faktoren wiederum durch Bewegungsmangel wesentlich mitverursacht werden.

Laut den Studienautoren ist Sport zur Erhaltung der sexuellen Funktion für alle Männer wichtig. Dabei kommt es nicht darauf an, sich völlig zu verausgaben. Die Intensität der Bewegung darf auch moderat sein, um einen gesundheitlichen Nutzen mit positiver Nebenwirkung im Bett zu haben.

Zudem ist bekannt, dass mangelnde körperliche Aktivität neben anderen ein Risikofaktor für Diabetes, Herz- und Hirninfarkt ist und oft mit Potenzstörungen einhergehen. Wer mehr Sport treibt, schlägt also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. 

 
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