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Geändert am: 20. Oktober 2014

OMG-Syndrom - wenn der Penis zu groß ist

Written by  menscore, Published in Allgemeines
 
goldenes Buchcover mit Titel: Leben mit zu großem Penis © riva Verlag

Offiziell sind fast sechs Prozent der männlichen Europäer betroffen. Doch die Dunkelziffer ist laut Experten noch viel höher. Denn Männer mit OMG hängen ihr Problem erfahrungsgemäß nicht an die großen Glocken.

Unfähig tiefe Beziehungen einzugehen, sind Männer mit OMG (Opulente-Männliche-Genitalien-Syndrom) verdammt zu einer einsamen Existenz in langen und weiten Hosen am Rande der Gesellschaft. Doch nun gibt es Hoffnung, ein Licht am Ende des Tunnels …
„Leben mit einem großen Penis“, erschienen im riva-Verlag, ist der erste Ratgeber für Männer, die an OMG leiden. Neben Tipps zur richtigen Eingliederung in die Gesellschaft und die Partnerin, gibt das Buch den Betroffenen neue Hoffnung und rückt das Krankheitsbild endlich in das Interesse der Öffentlichkeit.

Die Einleitung

Unsere Gesellschaft ist von Größe besessen, »größer« ist fast immer auch besser. Männer brüsten sich damit, die größten Autos zu fahren. Mit dem größten Gewehr zu jagen. Den größten Bizeps zu haben. Frauen geben Tausende Euro für größere Brüste aus. Radiosender kündigen den »Größten Hit des Sommers« an, und Athleten wollen die größten Sportler ihrer Zeit werden. Wir lieben »größer«. »Größer « ist gut. »Größer« funktioniert. Aber wenn es um Penisse geht, dann wird das Wort »größer« zum Fluch. Etwas, dessen man sich schämt.

Von früher Jugend an werden Männer mit riesigen Penissen gezwungen, diese in das Gefängnis ihrer Unterwäsche zu sperren. Gedemütigte Eltern nehmen große Mühen auf sich, die Größe der Genitalien ihrer Söhne geheim zu halten, aus Angst, sie würden zum Spott in ihrer Skatrunde und der Kirchengemeinde. Während »normale« Jungen mit ihren fröhlich auf und ab hüpfenden Penissen herumstolzieren, nach Badetüchern schnappen und ihre Schambehaarung vergleichen, lernen Jungen mit OMG rasch, andere Defekte vorzutäuschen, um dem Sportunterricht fernzubleiben.

Diese Vermeidungsstrategien setzen sich bis in das Erwachsenenalter fort. Strände, Poolpartys und Radfahren sind nur einige der Aktivitäten, die panische Angst bei den Übergroßen hervorrufen. Ein Mann, der einen riesigen Penis mit sich herumträgt, hat ebenso schwer an seinen leidvollen Erinnerungen zu tragen: Verspottung und physische Attacken von Schulkameraden und Arbeitskollegen; ungewolltes Hervorrufen von Blutungen oder Erbrechen bei Sexualpartnern; das Erleiden der drückenden Sommerhitze in langen Hosen. Tragischerweise ist diese Last für viele Männer zu groß. OMG-Kranke weisen eine dreißigmal höhere Selbstmordrate auf als die Durchschnittsbevölkerung. Viele verleihen ihrem Schmerz auch durch Selbstverstümmelung Ausdruck, indem sie ihrem Penis Schaden zufügen oder ihn – in seltenen Fällen – ganz abschneiden.

Zum ersten Mal traf ich Pater Owen Thomas, als ich in einem Krankenhausbett in Cambridge, Massachusetts, lag. Er war der Priester, der Bereitschaftsdienst hatte, ich war der junge Medizinstudent, der ohnmächtig aufgefunden worden war, nachdem er seinen Penis mit einem Hammer malträtiert hatte. Ich hatte einer schönen Diplomstudentin das ganze Semester über den Hof gemacht, wir gingen ein paarmal aus und fanden uns schließlich schmusend auf meiner Couch wieder. Doch als ich meine Hose öffnete und meinen Penis auf ihrem Bein ablegte, stieß sie einen ohrenbetäubenden Schrei aus und rannte halb nackt aus meiner Wohnung. In ihrer Panik fiel sie die Treppe hinunter, brach sich das Genick und war auf der Stelle tot.

Während die Ärzte in den nächsten Monaten daran arbeiteten, meinen Penis zu retten, arbeitete Pater Owen daran, meine Seele zu retten. Er lehrte mich, mein Handicap als etwas zu sehen, das mich zu etwas Besonderem machte. »Gott tritt dich in den Hintern, weil er glaubt, dass du Manns genug bist, das auszuhalten«, sagte er gerne. Außerdem vertraute er mir sein eigenes Geheimnis an – auch er litt an OMG. Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass ich ohne seine Liebe und seine Weisheit heute nicht mehr am Leben wäre.

Nachdem nun, viele Jahre später, mein eigener Sohn kurz vor dem Sprung an die Highschool steht (glücklicherweise erbte er von der Verwandtschaft meiner Frau einen winzigen Penis), verspüre ich die Verpflichtung, andere junge Männer vor dem Schmerz zu bewahren, der mein Leben so viele Jahre hindurch vergiftete – ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie jene »Normalität« finden lässt, deren Erringung für mich so lange Zeit in Anspruch nahm. Pater Owen und ich blieben über all die Jahre hinweg Freunde, und ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dieses Buch ohne ihn zu schreiben. Nun denn, im Namen der Heilung und Brüderlichkeit …

Dr. Richard Jacob

Sherman, Connecticut


 

Häufige Fragen über OMG

Dr. Richard und Pater Owen beantworten auch Fragen, „die ein großer Teil der Öffentlichkeit betreffend OMG hat“. Zwei Fragen und Antworten seien hier beispielhaft aufgeführt:

Ist OMG erblich?

Dr. Richard: Kurz gesagt, wir glauben, ja. Es ist äußerst schwierig, Mittel für Genforschung über OMG zu akquirieren, da die Öffentlichkeit am liebsten so tun würde, als gäbe es diesen Zustand nicht. Die wenigen Studien, die es gibt, zeigen jedoch, dass bei Söhnen von Männern mit OMG eine um bis zu 80 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit besteht, ebenfalls an OMG zu leiden. Obwohl keine absolute Sicherheit besteht, geht man davon aus, dass einer von 150 Männern betroffen ist.

Ist OMG bei den Behörden registrierungspflichtig?

Dr. Richard: Für viele Menschen ist die Antwort (unglücklicherweise) immer noch Ja. In Deutschland sind Männer mit diagnostiziertem OMG in den folgenden Bundesländern verpflichtet, sich bei der lokalen Polizeistation registrieren zu lassen: Bayern, Niedersachsen und Brandenburg. In Bayern hat die Polizei das Recht, bei Verkehrskontrollen die Unterwäsche zu kontrollieren, wenn der Verdacht besteht, dass der Angehaltene einen riesigen Penis versteckt. In Brandenburg müssen OMG-Leidende ihre Penisse beim Verkehrsamt fotografieren lassen.

 

Und so lautet die Definition von OMG:

Ein angeborener genetischer Defekt, der das Wachstum des Penis zu absurder Größe bedingt. Von dem Leiden sind laut Schätzungen etwa 5,87 Prozent aller europäischen Männer betroffen, diese Zahl liegt jedoch wegen der hohen Dunkelziffer möglicherweise weit hinter den realen Werten. OMG wird gewöhnlich im Alter zwischen 12 und 14 Jahren diagnostiziert, spät einsetzende OMG ist aber auch bei Männern Mitte 20 dokumentiert. Gegenwärtig sind weder Ursachen noch Heilungsmethoden bekannt, ebenso wenig wird von einer natürlichen Rückbildung ausgegangen. Das Leiden wird oft von ernsten psychologischen Problemen begleitet, die in der Adoleszenz einsetzen.

Dieses Buch verkündet Männern nun erstmals die frohe Botschaft von Hoffnung und Toleranz und gibt den Betroffenen wichtige Tipps zu:

-Outing: Wie sagt man es Familie und Freunden?

-Geschlechtsverkehr mit einem riesigen Penis

-Instanthaltung und Pflege eines mächtigen Gliedes

Neben Lineal und Umfangsmesser enthält der Ratgeber Gebete, ein Affirmationstagebuch und gedankenvolle Zitate von Experten, die den Männern helfen werden, OMG für sich zu akzeptieren. Ein Muss für alle, die unter diesem Phänomen leiden.

Rev. Owen Thomas | Dr. Richard Jacob

Leben mit einem großen Penis

Rat und Weisheiten für Männer, die außerordentlich gut ausgestattet sind

128 Seiten

9,99 €(D), 10,30 €(A), sFr. 14,50

ISBN 978-3-86883-444-4

rivaVerlag, München 2014

 

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