Wussten Sie schon?
Geändert am: 22. September 2017

Alles über braune Augen

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Alles über braune Augen © Paul - Fotolia.com

Jeder Mensch hat eine individuelle, einzigartige Färbung der Iris. Braune Augen kommen dabei im Vergleich zu blauen oder grünen Augen relativ häufig vor. Mehr als 90 Prozent der Menschen weltweit besitzen braune Augen. Braunäugige sind damit klar in der Überzahl.

Hintergründe zur braunen Augenfarbe

Die Augenfarbe eines jeden Menschen wird durch das Pigment Melanin bestimmt. Bis zu 16 verschiedene Gene sind an der Bestimmung der Menge an Melanin der Augen beteiligt. Dies zeigt, wie viele Variationen es bei den Augenfarben geben kann.

Vor vielen Tausend Jahren besaßen sogar alle Menschen der Welt noch braune Augen. Erst die Mutation eines bestimmten Gens sorgte dafür, dass man fortan auch in blaue Augen blicken konnte. Dafür, dass aber braune Augen auch weiterhin in der Überzahl blieben, sorgten schlichtweg die Vererbungsregeln. Denn braune Augen werden dominant vererbt.

Eigenschaften, die braunäugigen Menschen zugeschrieben werden

Für jede Augenfarbe gibt es eine Vielzahl an Theorien, was diese wohl über den jeweiligen Menschen verraten kann. So gelten Menschen mit braunen Augen als besonders geheimnisvoll. Denn Pupillen erweitern oder verkleinern sich mit der Veränderung der Stimmung. Bei Menschen mit sehr dunkelbraunen Augen ist diese Veränderung nur schwer zu erkennen, so dass es schwieriger ist, Stimmungsschwankungen und den Gemütszustand an den Augen abzulesen.

Ebenso sagt man, dass braune Augen besonders vertrauensvoll wirken, während sehr hellen Augen meist ein eher kühler Charme nachgesagt wird. Dass beim Anblick von braunen Augen ein besonderes Vertrauen entsteht, wurde auch bereits durch Prager Universitätsforscher im Rahmen von Studien herausgefunden, bei denen Teilnehmern Bilder von Menschen vorgelegt wurden. Einmal zeigten die Fotos die Personen mit ihrer echten braunen Augenfarbe, danach mit einer verfälschten Augenfarbe. Die Teilnehmer empfanden die braunäugige Variante stets als vertrauenswürdiger.

Es gibt jedoch tatsächlich einen Faktor, bei dem braunäugige Menschen gegenüber Personen mit blauen Augen im Nachteil sind. So wurde im Rahmen einer Studie der Universität von Pittsburgh herausgefunden, dass Frauen mit braunen Augen weniger gut mit Geburtsschmerzen umgehen können als blauäugige Frauen. Zudem konnte ein höheres Maß an Angst und Depression in Folge der Geburt festgestellt werden.

Unempfindlicher gegenüber bestimmte Krebsarten

Dagegen genießen Menschen mit braunen Augen einen gewissen Schutz vor dem schwarzen Hautkrebs, dem Melanom. Das ist genetisch bedingt. 

Das Gehirn von braunäugigen Menschen arbeitet schneller

Die Gehirnaktivität von der Augenfarbe abhängig zu machen mag absurd klingen, ein entsprechender Zusammenhang ist jedoch tatsächlich wissenschaftlich erwiesen. Denn Menschen mit mehr Melanin in der Iris haben eine schnellere elektrische Impulsweiterleitung zwischen den Gehirnzellen. Mit steigendem Anteil an Melanin kann das Gehirn daher schneller arbeiten und Braunäugige gewinnen an Reaktionsvermögen, was ihnen u.a. bei einigen Sportarten einen Vorteil verschaffen kann.

Weniger Hör- und Alkoholprobleme

Menschen mit braunen Augen haben weniger Hörprobleme. Auch hier kommt wieder das Melanin ins Spiel. Wer mehr davon hat, dessen Nerven im Gehirn sind besser vor Lärmschädigungen geschützt. Braunäugige erleiden daher seltener einen Hörverlust, wenn sie anhaltendem Lärm ausgesetzt sind, als es bei Personen mit hellen Augen der Fall ist. Weiterhin haben braunäugige Menschen ein geringeres Risiko, ihren Körper durch exzessiven Alkoholgenuss zu schädigen. Denn sie reagieren empfindlicher auf die Auswirkungen von Alkohol, wodurch sie seltener Gefahr laufen, beim Trinken über die Stränge zu schlagen.

 

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