Wussten Sie schon?
Geändert am: 05. März 2017

Kater-Mythen – unangenehmen Party-Nachwirkungen vorbeugen

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Kater-Mythen – unangenehmen Party-Nachwirkungen vorbeugen © Bits and Splits - Fotolia.com

Auch wenn die Party noch so schön war, wenn am nächsten Morgen die Katerstimmung einsetzt, bereut man meist das ein oder andere Glas, das man zu viel getrunken hat. Denn Trinkgelage machen dem zentralen Nervensystem stets schwer zu schaffen.

Die unangenehmen Folgen einer durchzechten Nacht

Alkohol im Übermaß kann am nächsten Tag zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen. Nicht selten muss man so oft zur Toilette, dass der Körper sogar dehydriert. Typische Symptome eines Katers sind zudem starke Kopfschmerzen, ein empfindlicher Magen, Müdigkeit sowie ein trockener Mund. Und während die meisten sicherlich selbst schon einmal den Folgetag nach einer Party im Bett verbracht haben, um ihren Kater auszukurieren, ranken sich viele Mythen darum, wie man denn solch eine Katerstimmung am besten vermeiden kann. Denn der gute Vorsatz „nie wieder Alkohol“ wird meist schnell wieder über Bord geworfen. Was also tun, um das nächste Mal etwas glimpflicher davon zu kommen?

Kampftrinker, Wein & die richtige Essenszeit

Es ist eine falsche Annahme, dass nur Kampftrinker am nächsten Tag unter einem Kater leiden. Schon einige wenige alkoholische Getränke genügen, um die entsprechenden Symptome auslösen. Es ist ratsam, zwischen Alkohol und Wasser oder einem anderen nichtalkoholischen Getränk zu wechseln. Dadurch wird dem Körper über den Abend hinweg immer wieder Flüssigkeit zugeführt und die tatsächliche Menge an Alkohol reduziert.

Auch falsch ist es zu glauben, dass man prinzipiell fein raus ist, wenn man sich ausschließlich an Wein hält. Rotwein enthält Tannine, also Verbindungen, die bei einigen Menschen Kopfschmerzen auslösen können. Tatsächlich sind Bier sowie klare Spirituosen wie Wodka oder Gin bekannt dafür, für die geringsten Alkohol-Nachwirkungen zu sorgen. Je reiner der Alkohol, desto weniger unangenehm ist er letztlich für das körperliche Befinden am nächsten Tag.

Es wird auch gern geraten, nach dem Trinken vor dem Zubettgehen noch etwas zu essen. Hilfreich ist dies jedoch nicht. Essen sollte man vor dem Trinken, um eine ausreichende Grundlage für die folgenden alkoholischen Getränke zu schaffen. Fettreiche Speisen sind dabei am besten, denn Fett sorgt dafür, dass Alkohol langsamer vom Körper absorbiert wird. Durchaus hilfreich ist jedoch, vor dem Schlafengehen noch Wasser zu trinken, um der Dehydrierung am nächsten Morgen entgegenzuwirken.

Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, das rat ich dir?

Diesen Spruch dürften die meisten schon einmal gehört haben. Doch dass es tatsächlich an der Reihenfolge der alkoholischen Getränke liegt, wie gut oder schlecht man sich am nächsten Tag fühlt, ist nicht bewiesen. Vielmehr geht es um die Menge, die man dem Körper zuführt. Von der Größe seines Getränks sollte man sich ebenfalls nicht irritieren lassen. Entscheidend ist letztlich nur, wie viel Alkohol darin tatsächlich enthalten ist.

Schmerzmittel vorbeugend nehmen, Schlummertrunk & Konterbier

Vorbeugend schon einmal ein paar Schmerzmittel vor dem Zubettgehen einzunehmen, um den Katerbeschwerden am nächsten Tag zuvorzukommen, nützt tatsächlich nichts. Denn die Wirkung der Mittel hat bis dahin bereits nachgelassen. Besser ist es, die Tabletten direkt nach dem Aufwachen einzunehmen.

Ebenfalls ein Mythos ist die Annahme, dass Alkohol zu einem besseren Schlaf verhilft. Ein kleiner Schlummertrunk kann diesbezüglich die gewünschte Wirkung entfalten, doch zu viel Alkohol mindert die Schlafqualität erheblich. Was zudem gern als Mittel gegen einen Kater empfohlen wird: morgens direkt ein Konterbier bzw. ein weiteres alkoholisches Getränk zu sich zu nehmen. Dies führt jedoch allein dazu, dass der Kater aufgeschoben, aber keinesfalls verhindert wird. Die unangenehmsten Kater-Symptome treten dann auf, wenn der Blutalkoholspiegel bei 0 angelangt. Wer morgens direkt noch ein alkoholisches Getränk trinkt, zögert diesen Moment also nur hinaus. Stattdessen zu einer Kanne Kaffee zu greifen, ist jedoch ebenfalls wenig ratsam. Zu viel Kaffee dehydriert den Körper und kann den Kater sogar noch verstärken. Besser ist es, man bleibt bei Wasser und Sportgetränken, die dem Körper auch die verlorenen Elektrolyte wieder zuführen.

Im Übrigen gilt: Wer stark erbricht, Krämpfe erleidet, Probleme beim Atmen hat, verwirrt wirkt oder feststellt, dass seine Haut sich bläulich verfärbt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen bzw. sich an den Notdienst wenden, da die Gefahr einer Alkoholvergiftung besteht.

 

 
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