Wussten Sie schon?
Geändert am: 06. Oktober 2016

So unterschiedlich sind Frauen und Männer

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
So unterschiedlich sind Frauen und Männer © lisa_L - Fotolia.com

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus. Dieser Spruch, der die Unterschiedlichkeit der beiden Geschlechter verdeutlichen soll, trifft zumindest dann zu, wenn es um die Gehirne, Hormone und die Gene von Frauen und Männern geht.

Unterschiedliche Gehirne

Was sich teilweise in den Körpern der beiden Geschlechter abspielt, lässt manchmal tatsächlich darauf schließen, dass Männer und Frauen von unterschiedlichen Planeten zu stammen scheinen. Das Gehirn etwa unterscheidet sind deutlich in Struktur und Chemie. Schaut man sich etwa die sogenannte Amygdala an, also der Teil des Gehirns, der für die Kampf- und Fluchtreaktion zuständig ist, ist dieser bei Männern weitaus ausgeprägter. Kommt es also zu einer Gefahrensituation, weisen Männer das schnellere Reaktionsvermögen auf.

Männer und die Parkinson-Krankheit

Apropos Gehirn: Bei Männern besteht eine 60 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken. Hierbei werden die Nervenzellen des Gehirns zerstört und dadurch auch die Kontrollfähigkeit der Bewegungen. Bei Frauen kann es zudem länger dauern als bei Männern, bis diese erste Anzeichen der Krankheit zeigen.

Ein kurzer Blick auf die Gene

Ein weiterer deutlicher Unterschied besteht bei den Genen. Die männlichen Gene sorgen für eine verstärkte Ausschüttung von Testosteron, das wiederum zieht mehr Muskelmasse, eine tiefere Stimme und ein höheres Aggressionspotential nach sich. Bei Frauen liegt ein erhöhter Östrogenspiegel vor. Das weibliche Geschlechtshormon hat Einfluss u. a. auf die Lernfähigkeit, die Stimmung sowie die Entwicklung des Gehirns. Dass sich Frauen und Männer oftmals stark in ihrem Verhalten unterscheiden, hat jedoch noch einen weiteren entscheidenden Grund: die gesellschaftliche Erwartungshaltung. Sowohl die Familie als auch die Umwelt des Einzelnen haben maßgeblich Einfluss darauf, wie die Rollen von Männern und Frauen definiert werden und wie diese sich letztlich auch verhalten.

Ein Hormon, zwei verschiedene Wirkungen

Hat ein Pärchen ein Kind, wird im Körper der Eltern Oxytocin freigegeben, auch bekannt als Bindungs- oder Kuschelhormon. Die Ausschüttung dieses Hormons hängt mit der empfundenen Nähe zueinander zusammen. Oxytocin fördert das Wohlbefinden und hat doch auf Männer und Frauen eine gänzlich unterschiedliche Wirkung. Frauen haben primär das Bedürfnis, ihr Kind zu nähren und zu erziehen, Männer entwickeln in erster Linie einen Beschützerinstinkt. Warum ein- und dasselbe Hormon solch unterschiedliche Auswirkungen haben kann, ist wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt.

Frauen sind bessere Sprecher als Männer

Ein Klischee besagt, dass Frauen gerne und viel sprechen. Dies mag offensichtlich von der einzelnen Person abhängig sein, was jedoch gesagt werden kann ist, dass Frauen allgemein als bessere Sprecher gelten. Sie finden schneller die passenden Wörter und verfügen über einen größeren Sprachschatz als Männer.

Männer können Entfernungen besser einschätzen

Männer sind wiederum im Vorteil, wenn es um das räumliche Bewusstsein und die Orientierung geht. Sollen die Größe, Geschwindigkeit oder Entfernung von etwas eingeschätzt werden, sind Männer einfach von Natur aus besser darin. Wohingegen sie ihr eigenes Risikoverhalten weniger gut bewerten können. Männer sind deutlich risikofreudiger als Frauen und neigen daher auch prinzipiell eher zu Unfällen.

 

 

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