Wussten Sie schon?
Geändert am: 25. September 2014

Unsichtbare Feinde - oder: Warum Sie auch Menscore-body.de lesen sollten

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Männergesicht im Profil, pustet Zigarettenrauch in Totenkopfform aus © xjbxjhxm - Fotolia.com

Rauchen, Stress, hoher Blutdruck und Cholesterin: Die meisten Krankheiten, die Männer niederstrecken, sind vermeidbar. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich vor Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Diabetes schützen können.

Herzinfarkt

Tag für Tag erleiden in Deutschland 740 Menschen einen Herzinfarkt. Über die Hälfte Männer. Und jeder Dritte stirbt, bevor er die Klinik erreicht. Die Risikofaktoren:

  • Rauchen erhöht im Alter zwischen 30 und 50 Jahren das Risiko um 500 Prozent. Schaffen Sie es, das Rauchen aufzugeben, haben Sie nach zehn Jahren das gleiche Risiko wie ein Nichtraucher.
  • Ein Cholesteringehalt von über 240 mg/dl Blut verdoppelt das Infarktrisiko. Schaffen Sie es, Ihren Cholesterinspiegel um zehn Prozent zu senken, redu­zieren Sie damit Ihr Infarktrisiko um 25 Prozent. Das ergab die Metaanalyse von 28 Stu­dien am Hammersmith Hospital in London. Sind Sie unter 40, sollten Sie den Cholesterinspiegel alle fünf Jahre messen lassen, über 40 sogar alle zwei bis drei Jahre.
  • Meiden Sie Stress und treiben Sie regelmäßig aber mäßig Sport. Neben vernünftiger Ernährung gilt körperliche Aktivität als wichtigster Schutzfaktor gegen Herzinfarkt.
  • Drücken Sie den Blutdruck! Etwa jeder fünfte deutsche Mann leidet unter zu hohem Blutdruck (Hypertonie). Die Erkrankung ist heimtückisch, da sie oft un­entdeckt bleibt - bis sie eine Herz- oder Hirninfarkt auslöst. Messen Sie Ihren Blutdruck. Ist der systolische Wert (wenn das Herz schlägt) kleiner als 140 Millimeter Quecksilber­säule (mmHg) und liegt der diastolische (zwischen zwei Herzschlägen) unter 90 mmHg, sind Ihre Werte normal. Bei Abweichungen gehen Sie zum Arzt. Mit jedem Punkt, den Ihr dia­stolischer Wert sinkt, nimmt Ihr Infarktrisiko um zwei bis drei Prozent ab. Jeder weitere Risikofaktor wie Übergewicht erhöht das Infarktrisiko um mehr als das Doppelte.
  • Zu viele deutsche Männer sind übergewichtig. Jedes Kilo weniger wirkt sich positiv auf Ihren Blut­fettspiegel aus. Auch das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes sinkt.
  • Machen Sie eine lebenslange Mittelmeerdiät. Dazu gehören Nudelgerichte, Olivenöl, Gemüse und Rotwein. Ernähren Sie sich Vitamin-E-reich! Eine Studie vom Papworth Hospital in Cambridge, England, an über 2000 Herzinfarktpatienten ergab, dass das Herzinfarktrisiko durch Vitamin-E-Einnahme um 77 Prozent gesenkt werden kann. Viel Vitamin E steckt in Sonnenblumenöl, Sojaöl und Oli­venöl.

Schlaganfall

Was einen Herzinfarkt auslöst, ist in über 90 Prozent der Fälle auch Ursache für einen Schlaganfall: eine gestörte Blutversorgung. Die Blutgefäße sind verengt, das Gehirngewebe im betroffenen Bereich erhält nicht mehr genügend Sauerstoff. Gehirnzellen sterben ab.

Ein Drittel der Menschen, die "der Schlag trifft", sterben daran, ein Drittel behält bleibende Lähmungen an Armen, Beinen, Gesichtsmuskulatur oder Sprach- bzw. Sehstörungen zurück. Und nur ein Drittel kann Wochen und Monaten wieder ein normales Leben führen - allerdings mit einem sehr hohen Risiko für einen weiteren Schlaganfall. Die Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und Zuckerkrankheit.

Allein durch das Senken des Bluthochdrucks lassen sich vier von zehn Schlaganfällen vermeiden, sagt die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Da alle Risikofaktoren, die eine Arterienverkalkung fördern, auch Wegbereiter eines Herzinfarktes sind, gilt: Dieselben Maßnahmen, mit denen Sie sich gegen einen Herzinfarkt schützen, beugen gleichzeitig Schlaganfällen vor.


Krebs

Krebs hat so einige unserer Besten auf dem Gewissen. Er kommt in der Todesursa­chenstatistik an Platz zwei. Öfter zum Tod führten nur Krankheiten des Herz-Kreis­lauf-Systems. Laut Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) werden für das Jahr 2014 rund 500.900 neue Krebserkrankungen erwartet. Es ist davon auszugehen, dass mehr als jeder vierte Betroffene daran sterben wird. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkrebstag in 2013 mitteilte, ist Krebs zwar weiterhin zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauferkrankungen, sein Anteil an allen Todesfällen in den letzten 30 Jahren ist aber um fast 25 Prozent gestiegen.

Besonders krebsschwache Punkte des Mannes sind Darm, Lunge und Prostata.

Darmkrebs

Die bei Männern häufigste Krebsart mit Todesfolge sind Erkrankungen der Verdauungsorgane mit knapp 39 000 Gestorbenen. Das sind etwa 32 Prozent an allen krebsbedingten Todesfällen. Im Jahr 2014 werden laut Schätzung der deutschen epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de) und des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut (www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Darmkrebs/darmkrebs_node.html) 35 500 Männer an einem kolorektalen Karzinom erkranken. Das Risiko ist für Personen, die Dickdarmpolypen haben, besonders hoch. Und sind Dickdarmpolypen in der Familie bekannt, beträgt das Risiko für Dickdarmkrebs mit 30 Jahren 50 Prozent, und mit 40 Jahren sogar 90 Prozent! Allerdings können im Frühstadium über 90 Prozent der Patienten geheilt werden. Ist der Krebs im fortgeschrittenen Stadium, ist die Heilungschance erheblich geringer.

Lungen- und Bronchialkrebs

Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 50. und 60 Lebensjahr auf und kommt an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesfälle mit über 30 000 Sterbefällen. Aber Lungenkrebs ist kein Schicksal, denn es kann verhindert werden, wie kaum eine andere tödliche Krankheit.

Prostatakrebs

Der Prostatakrebs ist zwar mittlerweile die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland – in 2010 wurde er bei knapp 66 000 Patienten entdeckt. Es sterben aber deutlich weniger Betroffene daran: Im Jahr 2010 waren es weniger als 13 000. Aber die Krankheit beeinträchtigt die Lebensqualität ganz erheblich, wenn sie zu spät entdeckt und behandelt wird: Impotenz und Inkontinenz sind nämlich sehr häufige Nebenwirkungen der Therapie.

Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und Kreuz- und Rückenschmerzen treten meist erst auf, wenn der Tumor schon Tochterge­schwülste in Knochen und Lymphknoten gestreut hat. Zu diesem Zeitpunkt ist es für eine Heilung jedoch meist zu spät.

Deshalb wird eine regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 45 empfohlen. Hat der Krebs noch nicht gestreut und ist noch auf die Prostata beschränkt, kann er immerhin in ca. 90 Prozent der Fälle geheilt werden.

So mindern Sie Ihr Risiko für Krebs

Wir alle bilden täglich mehrere Krebszellen, die aber durch unser gesundes Im­munsystem – hochspezialisierte Zellen, die entartete Zellen aufspüren, angreifen und vernichten können – sofort ausgemerzt werden. Haben wir jedoch einen schwachen Immunhaushalt, können sich Krebszellen ungehemmt vermehren und ausbreiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir alles meiden, was unser körpereigenes Abwehrsystem schwächt.

Alkohol

Unter Alkoholeinfluss streut Krebs schneller und stärker, fanden US-amerikanische Forscher heraus. Trinken Sie vier bis fünf Gläser pro Tag, ist Ihr Risiko für Leber-, Speiseröhren und Magen-Darm-Krebs mehr als verdoppelt.

Rauchen

90 Prozent aller Lungenkrebsopfer sind Rauche. Zehn Zigaretten täglich verfünffachen Ihr Risiko, bei mehr als 35 Zigaretten steigt es um 4000 Prozent.

Sonne

Sonnenstrahlen können die Erbsubstanz direkt schädigen und zusätzlich freie Radikale erzeugen, die ebenfalls Krebs verursachen. Schatten bietet den besten Schutz.

Umweltgifte

Müssen Sie mit Substanzen wie Asbest, Nickel- und Chromverbindungen, Uran oder Teer arbeiten, sollten Sie die Sicherheitsbestimmungen unbedingt einhalten oder für ihre Durchsetzung sorgen. Jeder Stoff kann beim Einatmen Lungen- und Kehlkopfkrebs auslösen.

Vererbung

Sind in Ihrer Familie Dickdarmpolypen oder gar Dickdarmkrebs aufgetreten, besorgen Sie sich einen so genannten Brief­chentest aus der Apotheke, der versteckte (okkulte) Blutungen aus Polypen im Stuhl nachweisen kann. Sollte der Test positiv sein, und kann der Internist Polypen im Darm finden, kann de­ren Entfernung einer Krebsentstehung wirksam vorbeugen. Aber Dickdarmkrebs kommt nicht nur aus den Genen. Ernähren Sie sich zu fettreich, rauchen Sie oder trinken Sie zu viel Alkohol, erhöht sich Ihr Ri­siko für Dickdarmkrebs um ein Vielfaches. Auch wenn Sie familiär nicht belastet sind, ist es ratsam ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.


Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Jeder hat Zucker im Blut, vorwiegend in Form von Traubenzucker (Glucose). Nach dem Essen steigt der Zuckerspiegel im Blut an, woraufhin die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Ein Hormon, das die Glucose in die Zellen einschleust, wo sie in Energie umgewandelt oder für späteren Verbrauch eingelagert wird. Bei dem so genannten Alters-Diabetes (auch Typ-II genannt) spricht der Körper nicht auf das vorhandene Insulin an. Die Glucose bleibt im Blut und wird nicht in die Körperzellen transportiert. Diese können nicht richtig funktionieren, weil sie nicht genügend Glucose als Brennstoff be­kommen. In Deutschland leben laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (Erhebungen im Rahmen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, 2012) unter den 18– 79-Jährigen ca. 4,6 Millionen Personen mit einem Diabetes vom Typ 2 (7,2 Prozent), 40 Prozent davon sind Männer über 40 Jahre. Die Häufigkeit in dieser Altersgruppe ist im Vergleich zu 1998 um 38 Prozent gestiegen.

Die Risikofaktoren für Diabetes sind Übergewicht, körperlicher Stress durch Operationen oder Unfälle, starke psychische Belastungen über längere Zeiträume und Medikamente wie Kortison und Blutdrucksenker.

Sie können die Entwicklung eines Typ-II-Diabetes jedoch verhindern oder hinauszögern: Halten Sie Ihr Normalgewicht. Bereits zehn Prozent Übergewicht vervierfachen und 20 Prozent verdreißigfachen das Diabetesrisiko; Schränken Sie erhöhten Alkoholkonsum ein; bewegen Sie sich regelmäßig; Essen Sie oft Fisch. Täglich 30 Gramm Fisch können möglicherweise das Risiko für Diabe­tes vom Typ II um 50 Prozent senken. Forscher gehen da­von aus, dass die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren die Entstehung von Diabetes verhindern können. Diabetiker sollten jedoch nicht ohne ärztliche Aufsicht Fischölkapseln einneh­men. Sie können die Glucoseregulation bei einigen Diabetikern stören.

Essen Sie Chrom. Besonders Brokkoli, Nüsse, Austern, Vollkorn und Rhabarber enthalten reichlich Chrom. Chrom kann den Blutzucker regulieren. Durch ausreichend Chrom können Medikamente reduziert, ein beginnender Diabetes gestoppt werden.

Achten Sie auf richtige Behandlung. Bei schlecht eingestelltem Zuckerwert können Ablagerungen in den kleinen Blutgefäßen entstehen, die Erblindung, Nie­ren- und Nervenschäden und andere lebensbedrohliche Leiden verursachen. Und gut 50 Prozent der männlichen Diabetiker leiden unter Impotenz, weil die Erkrankung die Arterien und Nerven im Penis schädigt.

 

Size-Rechner

Berechnen Sie hier die für Sie optimale Größe von Kondomen.



 

ANZEIGE