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Glossare

Begriff Definition
Abszess

Abszesse sind schmerzhafte Eiteransammlungen, die am und im ganzen Körper vorkommen können. Sie werden hauptsächlich durch Bakterien verursacht. Dabei bildet sich durch Zerstörung von Gewebe durch die Bakterien eine eitergefüllte Höhle. Mangelnde Hygiene und ein angeschlagenes Immunsystem begünstigen Abszesse. Antibiotika helfen nicht immer allein. Wenn ein Antibiotikum nicht durch den Blutkreislauf an die Bakterien kommen kann, wirkt es nicht. Bei größeren Exemplaren wird daher vor Antibiotikagabe auch die Oberfläche des Abszesses angestochen oder eingeschnitten, damit der Eiter abfließen kann.

Adenom

Ein Adenom ist ein gutartiger Tumor (Geschwulst), der sich aus Drüsengewebe oder auch der drüsenhaltigen Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts bildet. Besonders bekannt sind Adenome in der Prostata (gutartige Prostatavergrößerung), den Nebennieren und der Schilddrüse. Befindet es sich in der Prostata, verursacht es häufig Probleme beim Entleeren der Blase.

Adenomektomie

Bei einer Adenomektomie wird krankhaft vermehrtes Drüsengewebe, wie es z. B. im Magen-Darm-Trakt, der Prostata, den Nieren und der Schilddrüse vorkommt, durch eine offene Operation entfernt. Dieses Verfahren wurde besonders häufig bei einer Vergrößerung der Prostata angewandt. In zunehmendem Maße werden die offenen Verfahren durch den endoskopischen Einsatz von Laserenergie ersetzt.

Adjuvante Therapie

Die adjuvante Therapie ist eine zusätzliche oder unterstützende Therapiemaßnahme. Vor allem bei Krebserkrankungen kommt die adjuvante Therapie zum Einsatz, wenn z. B. nach einer Strahlentherapie oder Operation ein Tumor nicht mehr nachweisbar ist, aber es nicht gänzlich auszuschließen ist, dass noch einzelne Tumorzellen vorhanden sein könnten.

Adrenalin

Adrenalin ist ein Stresshormon und wird in der Nebenniere produziert. Eine seiner Hauptaufgaben ist es, den Stoffwechsel, das Herzkreislaufsystem und die Skelettmuskeln an körperliche und/oder psychisch belastende Herausforderungen anzupassen – Vorbereitung einer Kampf- oder Fluchtreaktion. Normalerweise wird Adrenalin schnell wieder abgebaut. Aber bei anhaltendem Stress steigen durch die ständig erhöhte Adrenalinausschüttung der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel.

Agonadismus

Agonadismus bedeutet das gänzliche Fehlen der Keimdrüsen (Gonaden) oder einen totalen Ausfall deren Funktion. Bei Männern sind die Hoden gemeint. Der Grund ist in den meisten Fällen eine angeborene Fehlbildung, die aber nur sehr selten auftritt.

AIDS

AIDS (acquired immune deficiency syndrome, erworbenes Immunschwäche-Syndrom) ist eine Immunschwäche, die durch HIV (das humane Immundefizienz-Virus) verursacht wird. Eine HIV-Infektion kann also zu einer AIDS-Erkrankung führen. Übertragen wird das Virus mit blutigen Gerätschaften (Spritzen oder Operationsbesteck) sowie Blut- und Plasmakonserven. Besonders verletzte und leicht verletzliche Schleimhäute (z. B. Vaginal- und Analschleimhaut), aber auch Eichel und die Innenseite der Vorhaut sind Eintrittspforten für eine Infektion.

Akut

Eine akut auftretende Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie plötzlich, unvermutet und rasch zum Ausbruch kommt, in der Regel aber nur von kurzer Dauer ist bzw. einen kurzzeitigen Verlauf hat.

Anämie

Bei einer Anämie (auch Blutarmut) befinden sich im Blut zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder zu wenig roter Blutfarbstoff (Hämoglobin). Ein Mangel an roten Blutkörperchen kann zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung führen, da die Erythrozyten die Aufgabe haben, den Sauerstoff im Körper zu transportieren. Zeichen einer Anämie sind u. a. Müdigkeit, Leistungsschwäche sowie Blässe.

Anamnese

Unter Anamnese versteht man die Krankheitsgeschichte eines Patienten. Sie wird in der Regel von einem Arzt ermittelt und beinhaltet die gegenwärtigen Beschwerden und Lebensumstände, die gesundheitliche Vorgeschichte, das berufliche Umfeld, aber auch die naher Verwandter, um etwa genetische Risiken zu erfassen.

Androgen-Deprivationstherapie (ADT)

Siehe auch Androgenblockade. Bei einer Androgen-Deprivationstherapie (ADT) entzieht man die männlichen Sexualhormone gänzlich. Damit soll das Wachstum der bösartigen Tumorzellen in der Prostata verhindert werden. Da Prostatazellen Androgene (männliche Sexualhormone) für das Wachsen benötigen, sterben sie ab, wenn man ihnen die Geschlechtshormone vorenthält.

Androgenblockade

Siehe auch Androgen-Deprivationstherapie (ADT). Androgene sind männliche Sexualhormone. Das wichtigste und bekannteste Androgen ist das Testosteron. Bei einer Androgenblockade wird die Produktion der dieses Sexualhormons oder seine Wirkung durch spezielle Medikamente blockiert. Dies wird z. B. als Therapie bei Prostatakrebs eingesetzt, da das Wachsen eines Tumors in der Prostata hormonabhängig ist.

Androgene

Androgene sind männliche Geschlechtshormone. Sie steuern die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale. Allseits bekannt und das wohl populärste Androgen ist das Testosteron. Androgene werden zum größten Teil im Hoden, zu einem geringen Anteil auch in der Nebennierenrinde gebildet.

Androloge

Ein Androloge ist ein Spezialist für Männerkrankheiten und somit in etwa das Pendant zum Gynäkologen. Gebiete des Andrologen sind die Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen sowie die Untersuchung des Hormonhaushalts.

Antiandrogene

Antiandrogene sind Medikamente, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone (Androgene) blockieren. Sie werden z. B. bei Prostatakrebs eingesetzt, um das Tumorwachstum zu hemmen, da Testosteron einen Einfluss auf das Wachsen von Krebszellen hat. Allerdings vermindern Antiandrogene auch Lust und Potenz.

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