Fruchtbarkeit
Geändert am: 27. Juli 2016

Hodengröße wichtig für Fruchtbarkeit

Written by  menscore, Published in Fruchtbarkeit
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Hodengröße wichtig für Fruchtbarkeit © Nick Parker - Fotolia.com

Zwischen der Größe der Hoden und der Fruchtbarkeit besteht ein Zusammenhang: Je größer die Hoden, desto mehr Spermien können sie produzieren. Man kann die Hoden zwar kaum vergrößern; aber man kann dafür sorgen, dass die Hoden nicht kleiner werden oder ihre Funktion auf andere Weise beeinträchtigt wird.

Schätzungen zufolge sind ca. zehn bis 15 Prozent der Paare in unseren Breitengraden ungewollt kinderlos. Die Ursache in ca. der Hälfte der Fälle liegt bei den Männern. Tendenz steigend. Dabei nehmen die Hoden als Produktionsort für Spermien eine besondere Stellung ein. Denn nur gesunde, große Hoden können viele gesunde Spermien bilden. Das stimmt wirklich, die Menge der produzierten Spermien hängt auch von der Größe der Hoden ab. 

Auf die initiale Größe seiner Hoden hat man in der Regel keinen Einfluss. Ist die Pubertät erst abgeschlossen, hören die Hoden auf zu wachsen, und das war’s. Wer Glück hat, dessen Hoden haben zu diesem Zeitpunkt in etwa die Größe von Walnüssen erreicht. Und diejenigen, die kleinere Hoden haben? Wenn sie ihre Hoden gut behandeln, haben sie genauso gute Chancen, Vater zu werden, wie ihre üppiger behangenen Mitbewerber. 

Da es bisher keine medizinische Methode gibt, mit der die Hoden vergrößert werden können, muss umso mehr dafür gesorgt werden, dass sie zumindest nicht kleiner werden und dass sie für ihre jeweilige Größe maximale Leistung liefern. Dann sollte es auch mit der Vaterschaft klappen, vorausgesetzt, es liegen keine anderen Hindernisse vor.

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Hoden kleiner werden können.

 

Proteinpulver im Verdacht

Der Anteil der Männer mit Zeugungsproblemen, die Eiweißpräparate einnehmen, ist angestiegen. Die Eiweißpräparate sollen dem Muskelaufbau dienen. Zwar haben Forscher bisher weder einen wissenschaftlichen Beweis noch eine Erklärung für dieses Phänomen, aber die Berichte über Beobachtungen in Arztpraxen häufen sich: alle Zeichen deuten darauf, dass Proteinpulver die Spermienproduktion drosselt. 

Eine Erklärung könnte sein, dass die Betroffenen nicht die Wahrheit gesagt haben, und nicht (nur) Proteinpräparate, sondern (auch) Steroide einnehmen. Und für die fruchtbarkeitsschädliche Wirkung von Steroiden gibt es ja genügend wissenschaftliche Beweise.

 

Das Alter als Ursache gesichert

Die Hauptursache für Probleme mit der Unfruchtbarkeit ist allerdings das Alter. Während noch vor einer Generation Paare mit Anfang 20 Kinder machten, sind die Paare heute bei Beginn der Verwirklichung ihres Kinderwunsches mehr als 10 Jahre älter. Und wir wissen schon länger, dass mit steigendem Alter auch die Fruchtbarkeit von Mann und Frau abnimmt.

Aber wie nun das Altersproblem kompensieren?  Die Hoden gesund und kraftvoll halten, indem man schwächende Faktoren ausschaltet und stärkende fördert. So lässt sich das Maximum aus den Hoden herausholen: Gesunde Ernährung, bestehend aus viel frischem Obst und Gemüse, moderater Sport und maßvoller Genuss von Alkohol. Dazu gehört auch, das Rauchen aufzugeben, das bekanntlich zu Fehlbildungen von Spermien führt. Und mit Rauchen sind nicht nur Zigaretten gemeint, sondern auch alles andere, was aus Genussgründen inhaliert wird, z.B. Marijuhana.

 

Hitze lässt Spermien verderben

Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Sie ist der gewichtige Grund, warum die Hoden nicht im Körper sind, wo sie viel sicherer wären. Sie baumeln außerhalb des Körpers, denn draußen ist es schön kühl, so wie es die Spermien mögen. Wer die Hoden mit engen (Unter-)Hosen dichter an den Körper bringt, erhöht deren Temperatur, und die Spermien fangen an zu verderben. Luftige Boxershorts dagegen sind sehr spermienfreundlich.

 

Chlamydien verhindern Schwangerschaft

Eine weitere Ursache für die Kinderlosigkeit ist eine Infektion mit Chlamydien. Diese sexuell übertragbaren Bakterien sind der Grund, warum etwa zehn Prozent der Kinderwunschpaare keinen Erfolg haben. Zwar erkranken Männer nicht daran, aber sie geben die Chlamydien an ihre Partnerin weiter, und bei ihr entfalten die Bakterien ihre traurige Wirkung. Dabei ist Abhilfe so einfach: Beide Partner sollten sich auf Chlamydien testen lassen, und falls der Test positiv ausfällt, können sie mit einem Antibiotikum einfach behandelt werden. Für alle, die Angst vor Untreue-Vorwürfen haben: Ein Mann kann Jahre lang Chlamydien haben ohne es zu merken. 

 

 

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