Fruchtbarkeit
Geändert am: 29. April 2016

Handystrahlung killt Spermien

Written by  menscore, Published in Fruchtbarkeit
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Handystrahlung killt Spermien © Remains - Fotolia.com

Dass das Handy aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken ist, ist ein Fakt. Ebenso bekannt ist aber auch, dass sich das mobile Telefon aufgrund seiner elektromagnetischen Strahlung auf die Gesundheit auswirken kann. Und dies nicht nur, wenn es um Kopfschmerzen oder Schlafbeschwerden geht. Für Männer kann das smarte Handy noch ganz andere Konsequenzen haben.

Schleichende Verschlechterung der Spermienqualität

Wie die Daily Mail berichtete, liegt das Risiko, unter einer zu geringen Spermienqualität zu leiden, bei Männern, die täglich eine Stunde am Handy verbringen, doppelt so hoch wie bei Männern, die ihr Smartphone öfter aus der Hand legen. Wie Forschungen ergeben haben, büßt  das männliche Sperma bereits seit 100 Jahren, stetig an Qualität ein. Als ein relativ neuer aber dennoch bedeutender Faktor wird die elektromagnetische Strahlung angesehen, die unablässig hochfrequent von dem ständigen Begleiter im Alltag ausgeht.

Forscher des Carmel Medical Centers in Haifa, Israel, haben sich der Sache einmal genauer angenommen. Um hier genauere Zusammenhänge feststellen zu können, wurden Männer, die sich zu einer Untersuchung bereiterklärten, sowohl zu bestehenden Fruchtbarkeitsproblemen, als auch zu ihrem Nutzungsverhalten am Handy befragt. 

Die 80 teilnehmenden Männer waren im Schnitt 35 Jahre alt und befanden sich in den Jahren 2011/2012 in einer israelischen Fruchtbarkeitsklinik in Behandlung, wo bereits eine Qualitätsuntersuchung ihrer Spermien durchgeführt worden war. Durchschnittlich befanden sich die Männer 13 Jahre im Besitz eines Handys.

Schnell ließen sich Verbindungen zwischen Handy-Nutzung und Spermienkonzentration feststellen. Die Männer, bei denen eine von der Norm abweichende Spermienmenge festgestellt wurde, gaben an, dass sie nicht nur mehr als eine Stunde am Tag an ihrem Handy sprechen, sondern selbst dann Gespräche führen, wenn das Telefon gerade geladen wird. 

Ob auch die Art und Weise, wie das Handy mit sich getragen wird, also etwa in der Hosentasche, sich auf die Spermienqualität auswirkt, konnte zwar nicht abschließend festgestellt werden. Was  aber auffiel, war, dass 47 Prozent der Männer, die ihr Handy nur in einem Abstand von bis zu 50 cm von der Leiste entfernt trugen, eine abnormal geringe Spermienkonzentration aufwiesen. Wohingegen nur elf Prozent der Männer durch eine Abweichung von der Norm auffielen, wenn sie ihr Handy deutlich entfernt von der Leiste trugen.

Es wurden aber auch gleichzeitig Einschränkungen bezüglich der Aussagekraft der durchgeführten Studie genannt. So bleibt etwa die Frage offen, wann genau die Fruchtbarkeitsprobleme der Männer begonnen haben. Und ob die Männer schon immer ein exzessives Telefonverhalten an den Tag gelegt hatten oder dies erst seit einigen Wochen taten, ist den Studienberichten ebenfalls nicht eindeutig zu entnehmen. Auch andere Faktoren, etwa, ob vergleichsweise oft in Gebieten mit niedrigem Empfang telefoniert wurde, oder ob Freisprecheinrichtungen benutzt wurden, fanden keine Berücksichtigung in der Studie. Auch muss bedacht werden, dass die Männer unterschiedliche Geräte nutzten, also Geräte mit  unterschiedlich starker elektromagnetischer Strahlung, und sich in unterschiedlicher Entfernung zu Mobilfunkmasten befanden.

 

Was Experten raten

Die Forscher empfehlen, Handys in der Hemdtasche zu tragen und Ohrhörer zu nutzen, wenn man ein Telefonat führen möchte. Die Tatsache, dass sich ein Zusammenhang zwischen Telefonverhalten und Spermienqualität nicht eindeutig hat beweisen lassen, dürfe nicht zu einem gänzlich sorglosen Umgang führen. Denn immerhin liegt die Vermutung nahe, dass die anhaltende Verschlechterung der Spermienqualität u. a. auch auf den allgegenwärtigen Einsatz von Handys und der damit einhergehenden Belastung durch elektromagnetische Strahlung zurückzuführen sein kann.

Nachzulesen ist die in Israel durchgeführte Studie im Online Medizin-Journal Reproductive BioMedicine

 

 

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