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Geändert am: 20. Oktober 2014

19 interessante Fakten über die Hoden

Written by  menscore, Published in Allgemeines
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
moderne Illustration von Hoden und Samenstrang © krishnacreations - Fotolia.com

Mit der Produktion von Testosteron und Spermien stellen sie gewissermaßen das Grundkapital des männlichen Geschlechts dar: die Hoden. Dabei sind sie sensibel, verletztlich und besonders schmerzempfindlich. Eine Faktensammlung. 

„Erster!“: Hoden entwickelten sich evolutionsbiologisch schneller als das Gehirn.

Produktiv: Hoden produzieren Samenzellen (ca. 1000 Stück pro Sekunde) und männliche Sexualhormone, vor allem das Testosteron.

Einer für alle: Ein gesunder Hoden reicht für die Samen- und Hormonproduktion. Der verlorene Hoden kann durch eine Silikonprothese „ersetzt“ werden.

Mehr als zwei: Es kommen auch Fälle von 3 oder mehr Hoden vor. Lesetipp: Drei Hoden sind einer zu viel.

Ungleich: Nur selten sind beide Hoden gleich. In 85 Prozent aller Fälle hängt der linke tiefer. Dafür wiegt der rechte Hoden meist ca. fünf Prozent mehr.

Eine Frage der Größe: Hoden kommen in Größen zwischen 12 und 30 ml, mit einem Hodenvolumen mit 18 ml (pro Stück!) liegt man im guten Durchschnitt. Die Messung beim Urologen erfolgt meist per Ultraschall; man selbst kann die Größe seiner Hoden mit Hilfe eines Orchidometers feststellen. Lesetipp: Hodengröße richtig messen.

Größenwahn: Männer mit großen Hoden ejakulieren häufiger und schicken bei jeder Ejakulation mehr Spermien ins Rennen. Dafür sind sie nicht so treu wie Männer mit kleineren Hoden. Lesetipp: Große Hoden, große Liebhaber.

Vorübergehend vergrößert: Beim Sex können die Hoden auf fast das Doppelte ihrer normalen Größe anschwellen. Die sexuelle Erregung führt eben nicht nur zu einem höheren Blutfluss in den Penis, sondern auch in die Hoden.

Nachgeholfen: Der häufige Genuss von Joghurt soll die Hoden wachsen lassen. Lesetipp: Joghurt macht größere Hoden.

Hoch zum Höhepunkt: Die Hoden werden kurz vor der Ejakulation zum Körper hochgezogen, damit die Ejakulation funktionieren kann. Entsprechend können Ejakulation und Orgasmus verzögert werden, wenn man die Hoden kurz vor dem Höhepunkt sanft herunterzieht.

Hoch soll er heben: Kälte oder Berührung auf den Innenseiten der Oberschenkel lassen den Hodensack samt kostbarem Inhalt in die Höhe schnellen. Dieses „Cremaster-Reflex“ genannte Phänomen hat den Zweck, die Jungs aus der Gefahrenzone zu holen. Ist die potenzielle Gefahr vorüber, senken sich die Hoden automatisch wieder ab.

Manche mögen’s kühl: Die Hoden hängen außerhalb des Körpers, damit die Spermien nicht verderben. Denn die ideale Temperatur für die Produktion und Lagerung von Spermien liegt ein bis zwei Grad Celsius unter dem des restlichen Körpers. Wird es ihnen auf ihrem Außenposten zu kalt, ziehen sie sich zum Körper hoch, um mehr Wärme abzubekommen.

Fernwirkung: Warum sich Männer bei einem Tritt oder Schlag in die Gonaden den Magen halten? Weil viele Nerven aus den Hoden auch mit dem Magen verbunden sind.

Sensibler als der Penis: Zwar hat der Penis, und besonders die Eichel, mehr Nervenenden, dafür haben die Hoden mehr Schmerzrezeptoren. Deshalb spürt der Penis mehr Lust, die Hoden mehr Schmerz.

Hoden am Stiel: Abrupte Bewegungen beim Sport oder im Schlaf können zu einer Verdrehung des Gefäßstiels der Hoden führen (Hodentorsion). Dabei wird die frischluftzuführende Arterie abgeklemmt. Die Folge: Plötzlich einschießender, vernichtender Schmerz im Hoden, manchmal mit Übelkeit und Erbrechen.

Linkslastig: Krampfadern treten zu 90 Prozent am linken Hoden auf.

Blaue Bälle: Besteht eine starke sexuelle Erregung über einen längeren Zeitraum, ohne dass der Druck durch Orgasmus und Ejakulation abgebaut wird, kann sich der Hodensack bläulich verfärben. Die Farbe ist auf das angestaute venöse Blut zurückzuführen. Ein Orgasmus mit Ejakulation normalisiert die Farbe. Wenn das nicht möglich ist, hilft auch eine kalte Dusche. Lesetipp: Peinliche Sex-Geschichten - Blaue Bälle.

Weit gefehlt: Ein Hoden kann sich auch weigern, in den Hodensack abzusteigen. Er bleibt im Bauchraum (Hodenhochstand, Hodenektopie) bis er operativ gezwungen wird, in den Hodensack umzuziehen.

"Liebling, ich habe die Hoden geschrumpft!": Ja, sie können auch kleiner werden. Während eine Verletzung oder Entzündung meist „nur“ einen Hoden schrumpfen lässt, liegt der Grund für das Schrumpfen beider Hoden eher in langjährigem Alkoholgenuss, chronischem Leberschaden, der Einnahme von Steroiden (Anabolika z. B. zum Muskelaufbau) oder Hormonbehandlungen.

 

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